Dermatologen unterscheiden verschiedene Hauttypen. Menschen mit dunklem Teint vertragen mehr Sonne auf der Haut als etwa rothaarige Menschen. „Vertragen“ bedeutet hier die maximale Selbstschutzzeit der Haut. Dabei ist es ziemlich egal, ob es sich um die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen eines lauen Apriltages oder um die pralle Mittagshitze im Hochsommer handelt. Es gibt für jeden Hauttyp, für jede Sonnenstrahlung und zu jedem Zeitpunkt ein Zuviel.

 


Kostenloser UV-Ceck für Wandermagazin-Leser:

www.uv-check.de (login: Wandern; Kennwort: Sonne)

Verbreitete Irrtümer:

  • Vorbräunen im Solarium bietet Schutz
  • Sonnenmilch sollte nur für den Sommer einen hohen Lichtschutzfaktor haben
  • Die Creme vom Vorjahr sei wirkungslos
  • Sprays schützen schlechter als Cremes
  • Selbstbräuner blocken UV-Strahlen

 


Schwitzen oder Schützen

Beim Wandern, insbesondere in der warmen Jahreszeit, sind kurzärmelige T-Shirts und Funktionshemden beliebt. Seit die Wanderausrüster auch zipp-fähige Wanderhosen anbieten, trägt der moderne Wanderer im Hochsommer auch gerne mal knielanges oder ganz kurzes Beinkleid. Weil die Sonne stets von oben scheint,  sind die Kopfhaut (je nach Haarpracht), die Ohren, der Hals und der Nacken ungeschützt den Strahlen ausgesetzt. Das Gesicht, und hier insbesondere die Nase, sind ebenfalls besonders stark der UV-Strahlung ausgesetzt. Da jede zusätzliche Textilschicht das Wohlfühlklima auf der Haut beeinflusst (Transpiration), steht der Outdoorer immer wieder vor der Frage: Schwitzen durch mehr textilen Sonnenschutz oder Schützen durch Sonnencremes?

 

Sonnenbrand birgt Gefahren

Hautärzte warnen seit Jahren vor Sonnenbrand. Haut, so sind sich die Mediziner sicher, vergisst nicht. Die Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs zu erkranken, steigt mit jedem Sonnenbrand signifikant an. Selbst bei bedecktem Wetter können im Hochgebirge, am Wasser und im Hochsommer schon nach kurzer Zeit Sonnenbrände entstehen. UV-Strahlung macht auch vor Wolken keinen Halt. Die Reflektion der Strahlung durch Wasser, Eis und Schnee ist bekannt. Wohl dem, der sich schützt bzw. einzuschätzen weiß, wie lange er ohne adäquaten Sonnenschutz die Haut der UV-Strahlung aussetzen kann. Eine diffizile Aufgabe, da sich täglich, ja stündlich, die Strahlungsbedingung je nach Aufenthaltsort ändern können. Was sich lebenslang nicht ändert, ist der individuelle Hauttyp und damit die Zeit, die man sich ungeschützt und vor allen Dingen unbeschadet der Strahlung aussetzen darf.

 

Augenbrennen und mehr

Sonnencremes, ein beliebtes und übliches Schutzmittel, werden meist nur auf Arme und Beine aufgetragen. Viele verzichten leider auf das Einreiben der Hände und des Gesichtes. Beim Schwitzen verläuft nämlich die Creme gerne. Kommen die hochwirksamen Stoffe in die Augen, beginnt eine tränenreiche Tortur. Schweißnasse Hände mit der klebrigen Creme sind ebenfalls unangenehm, insbesondere wenn man eine Wanderkarte nutzt, das GPS-Gerät bedient oder in einem Wanderführer nachschlagen möchte. Vielfach, so zeigt es die Praxis, wird bei den Händen und im Gesicht komplett auf Sonnenschutz durch Sonnencremes verzichtet. Dagegen helfen wasserfeste Lichtschutzmittel. Für den Kopf hilft dann nur ein breitkrempiger Hut, der UV-Strahlen blockt und Nase und Nacken beschattet. An den Händen gibt es im Sommer außer wasserfesten Cremes keine Alternativen.

 

Was kann man tun?

Natürlich kann man bei der Funktionsbekleidung ansetzen. Immer mehr Hersteller bieten Wandertextilien mit Schutz vor UV-Strahlung an. Wer an sonnigen Tagen länger draußen unterwegs ist, sollte auf das Abzippen der Hosen verzichten, selbst ein langärmeliges Wanderhemd sollte man in Kauf nehmen oder aber die Oberarme gründlich und wiederholt einreiben. Vorbräunen im Solarium bietet erwiesenermaßen keinen Schutz. Sonnenmilch muss übrigens nicht aktuell gekauft werden und sollte immer einen hohen Lichtschutzfaktor haben. Die Creme vom Vorjahr kann man getrost verwenden. Sprays schützen die Haut nicht schlechter vor UV-Strahlen als Cremes. Selbstbräuner, so Professor Dr. Christian Surber von der Uniklinik in Basel, schützen die Haut nicht vor UV-Strahlen.

 

Mit dem UV-Check Sonnenbrand vorbeugen

Je häufiger ein Mensch Sonnenbrand hatte, umso höher ist das Risiko, einen Hauttumor zu entwickeln. Weil die wenigsten wissen, wie lange sie sich unter den jeweils aktuellen Witterungsverhältnissen in der Sonne aufhalten dürfen, entwickelte der Berufsverband der Deutschen Dermatologen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt einen UV-Check. Damit können die Nutzer die individuell maximale Eigenschutzzeit ihrer Haut bestimmen. Für jeden Hauttyp, bei jedem Wetter, zu jeder Zeit und für quasi jeden Ort in Europa. Diesen einfachen UV-Check können Wandermagazin-Leser bis zum 1.11.2010 kostenfrei nutzen. Auf www.uv-check.de  gibt es die Möglichkeit (login: Wandern; Kennwort: Sonne), sich jederzeit für den eigenen Hauttyp und  für den Ort seiner Wahl die Selbstschutzzeit berechnen zu lassen. Einmal eingeloggt kann man sich die Angaben auch per SMS auf das Handy schicken lassen. Also!

 

Kostenloser UV-Ceck für Wandermagazin-Leser:

www.uv-check.de (login: Wandern; Kennwort: Sonne)