Genussvoll unterwegs durch Madeiras Natur © Andre Carvalho

Madeira ist an Glücks- und Genussmomenten kaum zu toppen. Reisende werden von üppiger Natur überwältigt. Das zarte Blau der Hortensien, Agapanthus und Madeirastolz erfreuen das Auge, das meditative Plätschern der Levadas begleitet Wandernde. Madeira duftet nach Eukalyptus und Mimosen und schmeckt nach der unvergleichlichen Süße der Zwergbanane und der salzigen Meeresfrische von Entenmuscheln. 

Beim Wandern auf Madeira kommen Hobby-Botaniker voll auf ihre Kosten. Rund 120 Arten sind endemisch, insgesamt über 800 Spezies sind im Pflanzenparadies auf Madeira zu entdecken. Die Vielfalt reicht von Aloe Vera bis Zuckerrohr und von Drachenbäumen bis Strelizien.


Aktuelle Info zu Covid-19:

Madeira ist nicht mehr als Risikogebiet eingestuft www.auswaertiges-amt.de (Stand 11.06.21)


Madeiras Gärten

Madeiras Gartenkultur hat sich vor allem im besonders milden Funchal herausgebildet. Britische Weinhändler waren es, die ab dem 18.Jh. am Stadtrand und in höher gelegenen Orten ihre Landvillen (Quintas) erbaut und mit prachtvollen Parks umgeben haben. Im 20.Jh. wurden viele Parks der öffentlichen Hand übergeben und bis heute kontinuierlich verschönert. 

Orientalische Liebesblume, Agapanthus Trichterwinde, Blaue Prunkwinde Papageienblume, Strelizien

Exotischer Tag in Funchal

Einen Tag in Funchal startet am besten mit dem Besuch des Bauernmarktes Mercado dos Lavradores. Die Fülle an exotischen Früchten, die hier ganzjährig geboten wird, ist kaum zu übertreffen. Wie wäre es mit einer Kostprobe? Anschließend bummelt man in Richtung Hafen und schwebt in 15 Minuten mit der Seilbahn in den auf 560 Metern Höhe gelegenen Villenort Monte. Hier befinden sich einige der prächtigsten Gärten Madeiras wie der Tropische Garten und der Parque Municipal do Monte, der beliebteste und meist besuchte Platz in Monte, mit fantastischem Ausblick auf die Bucht von Funchal. 
 

  • Lust auf einen kleine Spazierwanderrunde? Dann kommt dieser Tipp gerade richtig.

Von Monte zum Botanischen Garten 

Dauer: etwa 2 Std. 45 Min., leichtes Gelände

Botanischer Garten Funchal © unsplash, piotr musiol

Wir orientieren uns an der Beschilderung in Richtung Curral dos Romeiros, bis wir über einen schmalen Weg zur Levada dos Tornos gelangen. Sie wird uns ab sofort den Weg weisen. Wir folgen der Fließrichtung nach rechts in den Ort Romeiros und bestaunen, wie sich die Levada ihren Weg zurück in die Stille des Eukalyptuswalds bahnt. Schließlich führt uns der Levadaweg zum Herrenhaus Quinta do Pomar, wo wir rechts die asphaltierte Straße hinabwandern und nach etwa 1,2 km den Eingang des Botanischen Gartens erreichen. Nicht nur die traumhaft schöne Aufmachung des Gartens selbst, sondern auch der atemberaubende Ausblick auf die Stadt Funchal machen den Besuch zu einem Highlight.  


Die Pflanzenvielfalt vor Ort entdecken, u. a. mit

• Eukalyptus – sichelförmige Blätter, oft aufplatzende Rinde, bis zu 30m hoch
• Trichterwinde – violette Blütenblätter mit Längsstreifen in der Mitte, zu einem Trichter verwachsen
• Orientalische Liebesblume – halbkugelförmige, blaue oder weiße Blütendolden 

Nur wandern ist zu langweilig? 

Den Rückweg nach Funchal kann im vielleicht originellsten öffentlichen Verkehrsmittel der Welt zurücklegt werden. Hier geht es Rutschend in zweisitzigen Korbschlitten auf der spiegelglatt polierten, engen kurvigen Straße in rasanter Fahrt den Weg zurück nach Funchal. Die Korbschlitten gleiten auf Holzkufen und werden von zwei Korbschlittenlenkern den ‚Carreiros‘ geschoben und gesteuert. Die traditionell in weiß gekleideten Männer mit Stohhut benutzen ihre mit Gummisohlen versehenen Stiefel zum Bremsen. Die zwei km lange Fahrt dauert ca. 10 Minuten, wobei Geschwindigkeiten von fast 50 km/h erreicht werden. Nachdem dieses kleine Abenteuer gut überstanden ist, ist Zeit zum Genießen.

Zum Ausklang des Tages darf ein Besuch in einen der berühmten Madeira Weinkeller in Funchal nicht fehlen, um mehr über die Geschichte des Madeiraweins zu erfahren. Die Rua Santa Maria – eine der ältesten Straßen Funchals – ist der perfekte Ort, um den Tag in einem der zahlreichen kleinen Lokale in Funchal ausklingen zu lassen. 

Bauernmarkt Mercado dos Lavradores © Andre Carvalho
Genussmomente mit Aussicht über die Stadt © Andre Carvalho

 


Ist nachhaltiges Reisen auf Madeira möglich? 

Über 50 Hotels auf Madeira sind mit dem Green Key zertifiziert. Seit 1994 vergibt die in Dänemark gegründete Organisation den „Green Key“ für nachhaltig ausgerichtete touristische Einrichtungen und Unterkünfte. Hotels müssen sich dazu einer jährlichen, kritischen Überprüfung unterziehen. Eine Rolle dabei spielen auch Bildungsmaßnahmen und Engagement in Ökologie-Projekten.

Mehr zu den „Grünen Hotels in Funchal“ stellt der Reiseanbieter picotours auf www.picotours.de vor.