Das Wandern ist des Deutschen Lust, könnte man wohl in Abwandlung eines berühmten Wanderliedes trällern. Wer wissen will warum, der sollte sich auf den Weg nach Nürnberg machen. Wir verlosen 2 x 2 Eintrittskarten für die Ausstellung "Wanderland" im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die Gewinner dürfen sich beim Besuch auch noch den Katalog zur Ausstellung mitnehmen!

Wandern und Museum, passt das? Auf jeden Fall. Wandern ist nun mal Kulturgut. Nicht ohne Grund findet nach der Ausstellung „Wanderlust“ in Berlin nun mit "Wanderland" im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg vom 29.11.2018 bis 28.04.2019 bereits die zweite große Ausstellung in einem Jahr zum Thema Wandern statt. Aber während man sich bei der ersten allein dem Wandern in der Kunst widmete, geht es in der Nürnberger Ausstellung um das große Ganze: Warum wandern gerade wir Deutschen so gerne? Seit wann ist das so? Ist Wandern gar ein deutsches Nationalgefühl? Wie hat sich das Wandern im Laufe der Jahrhunderte verändert? In Nürnberg sucht man Antworten auf alle diese und noch viele weitere Fragen.

„Stock und Hut...“

Schon Hänschen Klein wusste: „Stock und Hut steht ihm gut, ist gar wohl gemut.“ Die beiden typischen Wanderattribute, Stock und Hut, stehen auch am Anfang des musealen Wanderrundumschlags in Nürnberg. Gleich zu Beginn der Ausstellung wird der Besucher von vertrauten Wanderobjekte begrüßt: Wanderstiefel, Wanderstock, Wanderhut, Wanderrucksack und Wanderkarte. Nicht irgendwelche, sondern ganz besondere Vertreter ihrer Gattung, die alle eine Geschichte haben. Wie der Wanderstiefel von Helmut Kohl oder eine Wanderkarte von Manuel Andrack.

Kronprinzessin Marie von Bayern im Bergsteiger-Kostüm
© Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Die Ausstellung führt Besucher durch mehrere hundert Jahre Wandergeschichte. Den Anfang bildet die Aufklärung im 18. Jahrhundert. „Sapere aude“ – der Mut zu denken gelang an der frischen Luft am besten. Mit den Anfängen der Freizeit beginnt auch die Erfolgsgeschichte des Wanderns. Die Lust am Gehen aus freien Stücken und nicht weil man muss. Fünf Wanderregionen spielen in der 900 qm großen Ausstellung eine zentrale Rolle: der Harz, der Thüringer Wald, das Riesengebirge, die Sächsische und die Fränkische Schweiz. Dabei liegt ein Fokus auf den verschiedenen „Akteure“ in den Regionen, wie Wandervereine oder Eisenbahn. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts entstand eine Art Bauboom in Form von Aussichtsplattformen und -türmen, die regelrechte Wanderlandschaften kreierten. Die Ausstellung offenbart, wie der Zeitgeist das Gefühl für „schöne“ Landschafträume prägt. Wobei die gesellschaftlichen Umstände, die uns zum Wandern motivieren – Industrialisierung, Modernisierung, Globalisierung – über die Zeit erstaunlich ähnlich geblieben sind. Ihnen stellt sich das Wandern als ein Weg zur Entschleunigung entgegen. Und die Sehnsucht nach einem klaren Ziel, an dem die Welt „in Ordnung“ ist.

Vom Geo-Wandern bis zum Wander-Politiker

Gesellschaftsspiel "Die fröhliche Wanderung", 1952 (?)
© Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Auch die persönlichen Gründe zum Wandern werden beleuchtet, wie z. B. hobbywissenschaftliche Ambitionen als Geologe. Gerade nationale Interessen spielen beim Wandern in Deutschland eine prägende Rolle, angefangen bei Turnvater Jahn (noch vor dem Turnen gab es das Wandern) bis hin zum Wandern als deutsche Jugendbewegung. Am Beispiel von Theodor Heuss wird ein individuelles Wander-Beispiel beleuchtet. Gerade für Politiker scheint das Wandern von großem Interesse zu sein. Die historische Bandbreite des Kulturguts Wandern ist enorm: Schulwandern, Wanderführer, Wanderspiele, digitales Wandern und Wandern in der Kunst. Bei ihrer Schau haben die Kuratoren großen Wert darauf gelegt, das Wandern sinnlich erlebbar zu machen. Für Wanderfreunde, die gerne mehr über die Ursprünge des Wandern und all seinen Facetten wissen wollen, ist diese Ausstellung ein Muss. Ihr ganz persönlicher Wanderführer durch die Ausstellung ist passenderweise Manuel Andrack: Er hat den Audioguide zur Ausstellung besprochen und führt mit seinen unterhaltsamen Kommentaren durch das „Wanderland“.

Gewinnspiel zur Ausstellung!

Mit etwas Glück können Sie bei uns 2 x 2 Eintrittskarten zum Besuch der Ausstellung „Wanderland“ im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg sowie einen Ausstellungs-Katalog gewinnen. Dafür müssen Sie nur diese Frage richtig beantworten: Wer hat den Audioguide für die Ausstellung "Wanderland" gesprochen?
(Kleiner Tipp: Er schreibt nicht nur sehr bekannte Wanderbücher, sondern auch für das Wandermagazin.)

Schreiben Sie uns Ihre Antwort mit dem Betreff "Gewinnspiel Wanderland" an redaktion@wandermagazin.de.
Teilnahmeschluss ist der 31.12.2018. Bitte nennen Sie uns Ihren Namen sowie eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen. Die Benachrichtgung erfolgt am 07.01.2019.
Mit der Teilnahme stimmen Sie den AGBs zum Gewinnspiel zu.

Eintrittspreise:
Regulär 8 Euro, Ermäßigt & Gruppen ab 10 Personen 5 Euro

Öffnungszeiten:
Di-So: 10-18 Uhr
Mi: 10-21 Uhr
Mo: geschlossen


Info: www.gnm.de