„Ach, die gute Luft!“, ruft Wanderführer Walter Edelbaur beim Eintritt in einen Fichtenwald aus. Der rund sibzigjährige mit braungebranntem Mondgesicht und hellwachen blauen Augen führt im Auftrag des Tourismusverbandes in Schwaz Wanderer durch die sogenannte „Silberregion Karwendel“. Die im Mittelalter wichtigste Montanregion Europas umfasst sowohl einen Teil des Naturparks Karwendel mit seinen wilden Gipfeln und abgeschiedenen Karen als auch die sanften Tuxer Alpen.

Fast jeder ist auf dem Weg nach Südtirol, ins Ziller- oder Ötztal schon einmal hindurch gefahren, aber nur wenige halten an, um die Gegend tatsächlich zu erforschen. Dabei ist die Silberregion ein Paradies für einfache bis mittelschwere Frühjahrs- und Frühsommertouren. Insbesondere in den nur bis zu 2.500 m hohen Tuxern, die sich in direkter Nachbarschaft mit den Hintertuxer Gletscherlandschaften und eingerahmt von Gerloser und Kitzbüheler Alpen unscheinbar ausmachen, kann man schon im März durch mit ersten Blumen bestandene Hänge wandern.

Durch die Wolfsklamm

Der Weg durch die Wolfsklamm ist die Paradetour der Silberregion. Vom Parkplatz ins Stans geht es bis zum Ende der Wolfsklamm 2 km entlang tosender Wasserfälle und dann 1 km weiter bis zum Kloster St. Georgenberg. Für den Abstieg bietet sich der Weg über die Kirche von Maria Tax an. So kommt man auf eine Rundtour von 8 km. Eintritt Wolfsklamm (April bis November) 3,50 €.

Auf einer Wanderung oberhalb des Orts Buch in Tirol bewundert man Schneeglöckchen und erste zierliche Frühlingsorchideen in der Wiese um die hübsche Kupfererkapelle in Hochgallzein. Walter entdeckt „Überlebenskünstler“ wie Hauswurz und Gamsheide, die sich auf wundersame Weise in einer Felsspalte halten. Die Silberregion ist eine einzige botanische Schatzkammer. ...

Infos zur Region: www.silberregion-karwendel.com