Der Blick schweift über die geschwungenen Hügel. Lärm und Stress blieben im Tal zurück, der Alltag ist ganz weit weg. Hier oben am Rande der Burgruine Lichtenberg, dem Stammsitz der Grafen zu Veldenz und zugleich Ausgangspunkt des Veldenz-Wanderwegs, herrscht eine natürliche Stille, die Wanderer auf den folgenden rund 60 Kilometern des Weges bei jedem Schritt spüren und genießen werden.

Wer entspannt nicht bei diesem Blick auf das Pfälzer Bergland? © Pfalz.Touristik e.V. 

Einfach abschalten!

Eingeteilt in fünf Tagesetappen, führt der Veldenz-Wanderweg von Thallichtenberg im Landkreis Kusel durch die Abgeschiedenheit des Pfälzer Berglandes, bis er in der Veldenzstadt Lauterecken sein Ziel erreicht. Die Wanderung auf dem als „Leading Quality Trail – Best of Europe“ zertifizierten Weg ist wie eine kleine Alltagsflucht: Offene Wiesenlandschaften und lichte Wälder werden durchstreift und auf fast alpin anmutenden Pfaden geht es zu hoch gelegenen Aussichtspunkten wie dem 403 m hohen Wartekopf im gleichnamigen Naturschutzgebiet. Das Pfälzer Bergland ist jedoch nicht nur aufgrund der Natur einzigartig. Ebenso wie die Hügel und Täler sind es die Bewohner, die die Region nachhaltig prägen. Auch diesen begegnen Wanderer auf ihrer Tour.

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Gesichter einer Region

Durchstreifen Wanderer das Pfälzer Bergland, tauchen sie ein in die „alte Welt“, wie dieser Landstrich liebevoll genannt wird. Der Alltag und die Hektik liegen bereits lange zurück und so werden auch die Begegnungen mit den Bewohnern als ruhige und gelassene Momente in die Erinnerung an die Tour eingehen.

Auf der ersten Etappe lernen Wanderer ein traditionsreiches Handwerk kennen: Bereits seit 30 Jahren betreiben Ulrike und Roland Stichlmeir die Ziegenkäserei in Erdesbach. 60 braune Milchziegen geben jeden Tag frische Milch, aus der das Paar ein breites Angebot an Käse herstellt – die Rezepte dazu stammen u.a. aus Österreich, Italien und Frankreich. Wanderer können sich hier mit Spezialitäten eindecken und diese als Wegzehrung auf den folgenden Kilometern genießen.

Auf der zweiten Etappe folgt eine historische Besonderheit des Pfälzer Berglands. Wie aus der Zeit gefallen, präsentiert sich die Historische Ölmühle bei St. Julian. Die Bewohner des kleinen Ortes sind sehr stolz auf ihre Mühle, die sich sogar im Ortswappen wiederfindet. Erbaut im Jahr 1730, ist sie heute eine der letzten betriebsfähigen Ölmühlen dieser Art in ganz Europa.

Genussvoll unterwegs auf dem Veldenz-Wanderweg © Pfalz.Touristik e.V. 

Einen weiteren Einblick in die „alte Welt“ der Pfalz bekommen Wanderer auch auf der vierten Etappe. Bei Reipoltskirchen, inmitten grüner Wiesen und Felder gelegen, erstreckt sich der Ausbacherhof. Wanderer, die das Hof-Areal durchqueren, werden sogleich freudig von den zwei Familienhunden begrüßt. Geführt wird der Bauernhof bereits seit sechs Generationen von Familie Pfleger, die ihre Gäste mit regionalen Produkten verwöhnt. Im Naturkost-Hofladen verkaufen sie frisches Brot, Getreide, Gemüse und Fleischwaren – allesamt aus eigenem Anbau und Zuchtbetrieb. Um Land und Leute noch etwas besser kennenzulernen, eignet sich eine Rast auf dem Vesperplatz oder gleich eine Übernachtung in einer der Ferienwohnungen des Hofes. Mitten im Geschehen und doch abgeschieden vom Alltag, lernen Wanderer hier die Ruhe und Stille des Pfälzer Berglands besonders gut kennen.

INFO: www.pfalz.de/wandermenue-magazin