1. Lage

Die wichtigste Lage im Bekleidungssystem ist die 1. Lage, die Funktionswäsche. Sie sorgt dafür, dass der Körper optimal temperiert ist und im Winter die Nässe schnell weg von der Haut geleitet wird. Eine trockene Lage auf der Haut ist die Basis von Wärme und Komfort. Im Winter bietet sich hier Wäsche aus weicher und warmer Merinowolle an, aber auch dickere Polyesterwaren sind prima.

2. Lage

Die 2. Lage ist die Kür. Hier geht es um Isolation und die Möglichkeiten sind fast unendlich. Der Klassiker ist Polyesterfleece und je nach Wärmebedarf und Außentemperatur kann man von Mikrofleece über Standardfleece bis zum High-Loft alles nehmen. Es gibt Spezialfleece mit Stretch (bei bewegungsintensiven Aktivitäten), winddichtes Fleece (wenn man auf die Jacke verzichten will) oder die weite Palette von Hybriden, also Fleece mit anderen Materialien oder verschiedene Fleece kombiniert. Wenn es kälter wird, kommen noch die synthetischen Bauschfasern wie Thermore oder Primaloft sowie Daune in die engere Wahl. Auch Merinowolle oder Loden ist in unterschiedlichen Varianten hier interessant.

3. Lage

Die 3. Lage steht meist unter dem Einfluss von wasserdichten Membranen. Für nasskalte Winter sind die klassischen Membranjacken top und in Kombination mit einer guten Isolationsschicht meist auch warm genug. Diese Anforderungen im Winter erfüllen beipspielsweise Skijacken sehr gut. 
Wird es kälter, nimmt die Wahrscheinlichkeit von Regen ab. Man kann zugunsten von zusätzlicher Isolation dann auf die Membran verzichten. Der Vorteil: Die Jacke heizt nicht ganz so schnell auf – was in der Kombination Membran und Isolation leider schnell passiert und zu Lasten des Tragekomforts geht.

→ Tipp: Eine prima Alternative ist traditioneller Loden. Er ist weitgehend dicht, wärmt hervorragend und hat eine, im Vergleich zu Membranjacken, unerreichte Atmungsaktivität. Einfach mal probieren...


Tipp für warme Füße

Jetzt braucht es nur noch warme Füße. Gut gefütterte Winterstiefel sind natürlich ideal. Wer den Winter mit seinen normalen Wanderstiefeln verbringen will, sollte ein paar Tipps beherzigen. Tauschen Sie die Standardeinlegesohle gegen eine warme Lammfell- oder Wolleinlage. Das isoliert schon mal nach unten.

→ Ganz wichtig: Keine doppelten warme Socken tragen. Das ist meist kontraproduktiv, weil die Luft im Schuh verloren geht – Luft aber weiterhin der wichtigste Isolator ist. Ein Paar etwas dickere Merinowollsocken reichen.

Trinken nicht vergessen

Und noch was: Trinken Sie viel. Kalte Füße oder Hände sind meist ein Indikator für Flüssigkeitsmangel. Der Körper konzentriert sich dann auf die vitalen Bereiche Torso und Kopf und „schaltet“ Hände und Füße aus.

 

Ralf Stefan Beppler