Die Expertenjury und das Publikum haben folgende Wege zu den Gewinnern von
"Österreichs Schönste Weitwanderwege 2018" gewählt:

 

Platz 1: Alpe-Adria-Trail

Millstätter See © Kärnten Werbung / Franz Gerdl

♦ 750 km

♦ 43 Etappen

♦ 3 Länder (darin auch eine Dreiländer-Kurzvariante von 140 km als Rundwanderschleife); ca. 20 Etappen führen durch Kärnten

Start und Ziel: Von der Franz-Josefs-Höhe in Kärnten am Fuße des Großglockners über Kranjska Gora in Slowenien nach Muggia in Friaul-Julisch Venetien an der italienischen Adriaküste.

Beim Weitwandern auf dem Alpe-Adria-Trail steht eindeutig der Genuss im Vordergrund. Der Alpe-Adria-Trail verbindet die Regionen Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien auf insgesamt 43 Etappen und circa 750 km. Der Weitwanderweg führt vom Fuße des höchsten Berges Österreichs, dem Großglockner, durch die drei Länder Österreich, Italien, Slowenien bis zur Adria nach Muggia. Die Etappen sind jeweils um die 20 km lang und erfordern eine Gehzeit von rund 6 Stunden und sind einheitlich beschildert. Jede Etappe bietet zumindest ein attraktives kulinarisches Ausflugsziel und endet an einem Ort mit entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten. Unterwegs findet man an magischen Orten und Landmarken der besonderen Art spezielle Installationen. Der Weitwanderweg ist individuell buchbar mit dem Service Wandern ohne Gepäck. Er ist durchgängig einheitlich mit einem Markierungslogo in beide Laufrichtungen markiert. Wandern vom Eis zum Meer, was für eine großartige Idee.

♦ Bist du schon auf dem Alpe-Adria-Trail gewandert? Dann schick uns doch ein Foto mit einer kurzen Beschreibung an redaktion@wandermagazin.de (Betreffzeile: ÖSW 2018). Um die Wege zu feiern, veröffentlichen wir eure Fotos auf unserer Internetseite. Wir sind gespannt auf eure Eindrücke!

In unserem Online-Tourenguide findet ihr weitere Infos zum Sieger-Trail.

 

 Platz 2: Lechweg

Formarinsee © Verein Lechweg

 ♦ 125 km

 ♦ 6 - 8 Etappen

 ♦ 3 Regionen, 2 Länder

Start und Ziel: Vom Formarinsee bei Lech bis zum Lechfall in Füssen folgt der Lechweg einem der letzten Wildflüsse der Alpen durch den Naturpark Tiroler Lech

Der Lechweg bietet ein einzigartiges Naturerlebnis, von der Landschaft geprägte Menschen und wahrlich sagenhafte Geschichten. Er führt von seiner Quelle nahe des Formarinsees im österreichischen Bundesland Vorarlberg bis hin zum Lechfall in Füssen im Allgäu. Er berührt eine der größten Steinbock-Kolonien Europas. Er besucht einen Wasserfall, der wie aus Zauberhand jedes Jahr versiegt und wieder neu entspringt und bindet die längste Fußgängerhängebrücke Österreichs ein. Am Ende warten die berühmten bayerischen Königsschlösser, das sehenswerte Füssen und der Lechfall. Der Weg verbindet drei Regionen und zwei Länder mit ihren Traditionen und Geschichten. Vom Arlberggebiet über die Tiroler Naturparkregion Lechtal-Reutte bis ins südliche Allgäu. Alle drei Regionen hat der Lech über die Jahrhunderte geprägt. Von den Römern und ihren Alpenüberquerungen, über die Schwabenkinder bis zu den Flößern. In jeder Geschichte spielte der Lech eine bedeutende Rolle. Ein Genusswanderweg mit exquisiten Gastgebern und ausgereiften Mobilitätshilfen. Der Lechweg ist mit dem charakteristischen „L“ in beide Laufrichtungen perfekt markiert.
 

♦ Bist du schon auf dem Lechweg gewandert? Dann schick uns doch ein Foto mit einer kurzen Beschreibung an redaktion@wandermagazin.de (Betreffzeile: ÖSW 2018). Um die Wege zu feiern, veröffentlichen wir eure Fotos auf unserer Internetseite. Wir sind gespannt auf eure Eindrücke!

In unserem Online-Tourenguide findet ihr weitere Infos zum Zweitplatzierten.

 

Platz 3: Adlerweg

Alderweg, Insbruck © Tirol Werbung,Hans Herbig

♦ 413 km

♦ 33 Etappen (24 durch Nordtirol und 9 durch Osttirol)

Start und Ziel: Von St. Johann in Tirol bis St. Christoph am Arlberg quert man in 24 Etappen das Kaisergebirge, die Tuxer Alpen, das Karwendel und die Brandenberger Alpen. Die Osttiroler Adlerschwinge des Weges startet in Ströden und endet am Lucknerhaus.

Durch die hochalpine Bergwelt Tirols verläuft der Adlerweg von Osten nach Westen. Der Wegverlauf gleicht der Silhouette eines Adlers, der mit weit ausgebreiteten Schwingen in den Lüften schwebt. Insgesamt 31.000 Höhenmeter gilt es insgesamt zu bewältigen. Der Weitwanderweg ist dabei in zwei Routen unterteilt: 24 Tagesetappen führen quer durch die Bergwelt Nordtirols, die zweite Route durchquert auf neun Tagesetappen die Glockner- und Venediger-Gruppe in Osttirol. Alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind die Voraussetzung bei vielen Etappen. Neben der imposanten Kulisse erzählen die Berge auch Geschichten – von mutigen Alpinisten, tollkühnen Erstbesteigungen und abenteuerlichen Erschließungen. Jede Etappe des Tiroler Adlerwegs ist deshalb auch ein Stück „historischer Boden“. Wer die letzte Etappe der Nordtiroler Route bzw. Osttiroler Route absolviert hat, kann sich im Adlerweg-Tourenbuch mit seiner eigenen Adlerweg-Geschichte verewigen. Die beiden Bücher befinden sich an der Rezeption des Arlberg Hospiz Hotel in St. Christoph am Arlberg (Nordtirol) bzw. im Lucknerhaus (Osttirol).

♦ Bist du schon auf dem Adlerweg gewandert? Dann schick uns doch ein Foto mit einer kurzen Beschreibung an redaktion@wandermagazin.de (Betreffzeile: ÖSW 2018). Um die Wege zu feiern, veröffentlichen wir eure Fotos auf unserer Internetseite. Wir sind gespannt auf eure Eindrücke!

In unserem Online-Tourenguide findet ihr weitere Infos zum Drittplatzierten.

 

Und hier die weiteren Platzierungen "Östereichs Schönste Wanderwege 2018":

Platz 4:    Leonhardsweg    

Platz 5:    Dobratsch Rundwanderweg

Platz 6:    Kaiserkrone  

Platz 7:    Panoramaweg Südalpen        

Platz 7*:   Via Sacra  

Platz 9:    Salzburger Almenweg

Platz 9*:   Osttiroler Adlerweg 

Platz 11:   Böhmerwald-Rundwanderweg        

Platz 11*:  Vom Gletscher zum Wein (Südroute)       

Platz 11*:  Herz-Ass Villgratental  

Platz 14:   Königsweg 

Platz 15:   Berliner Höhenweg        

Platz 16:   Vom Gletscher zum Wein (Nordroute)      

Platz 17:   Karnischer Höhenweg        
 

* Identische Platzierungen wegen Punktgleichheit; entsprechend entfallen die Folgeplatzierungen.

Alle Wege findet ihr natürlich auch in unserem Online-Tourenguide.

 

Welche Wege konnten sich bewerben?

73 österreichische Weit- und Pilgerwanderwege haben wir zur Abgabe einer Bewerbung eingeladen, 29 sind der Aufforderung gefolgt. 25 erfüllten die gestellten Bedingungen und konnten sich dem Urteil der LeserInnen und Leser des Wandermagazins und dem von drei österreichischen Experten stellen.

Wie wurde gewählt?

Die Gewinner wurden durch das Urteil einer Expertenjury und durch eine Publikumswahl ermittelt. Unter den eingegangenen Bewerbungen hat eine fachkundige, dreiköpfige Jury eine Bewertung vorgenommen. Dafür erstellte jeder der drei Experten eine eigene Rangliste aus zehn Kandidatenwegen und vergab dabei je einmal die Punkte von 1 bis 10. Alle drei Experten verfügen über eine österreichweite Orts- und Wegekenntnis. Sie kennen die Landschaftsräume und Gebirgszüge, durch die die Weitwanderwege führen, und können die Wege-, Beschilderungs- und Einkehr- bzw. Übernachtungsqualität einschätzen. Sie haben ein Gespür für die Attraktivität der Wege für den naturbegeisterten Weitwanderer und können beurteilen, ob und wie die betreffenden Wege auch etappenweise genutzt werden können.

Unsere EXPERTEN waren:

  • Peter Kapelari. Er leitet die Abteilung Hütten, Wege und Kartographie im Österreichischen Alpenverein.

  • Herbert Raffalt ist ein europaweit renommierter Naturfotograf mit Schwerpunkt auf die heimische Bergwelt der österreichischen Alpen.

  • Andreas Kranzmayr ist Wander- und Wegeexperte und arbeitet im Team des Alpinen Wandermanagement GmbH in führender Position.

Leserinnen und Leser konnten im Online-Wahlstudio auf www.wandermagazin.de je eine Stimme für ihren Favoriten abgeben. Um ein Gleichgewicht zwischen Experten- und Publikumsvotum zu erreichen, wurden die Publikumsstimmen pro Weg mit Drei multipliziert und hieraus ein Ranking erstellt. Der Weg mit den meisten Stimmen erhielt zehn Punkte, der Platz zehn noch einen Punkt. Dann wurden die Punkte aus beiden Kategorien addiert.

Der Endstand von Experten- und Publikumswahl führte zu dem oben dargestellten Ergebnis.