Er ist Einer wie kein Anderer! Egal, ob man von der antiken Kaiserstadt Trier, der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein oder der Porzellanmetropole Mettlach aus starten möchte, immer gilt es Landmarken zu überwinden. Sie sind das Salz in der Wandersuppe.

Erhebend und erhaben

Erst baut sich am Horizont der Bergkamm allmählich auf. Man wandert in unendlichen Schleifen darauf zu und steigt hinauf. Ausblick, Überblick und dem Bergkamm in seiner natürlichen Verlaufslinie eine Weile folgen. Dann der Abstieg und der Rückblick. Das ist erhebend und erhaben zu gleich. Nichts inspiriert die Wahrnehmung mehr als das scheinbar spielerische Überwinden einer Landmarke. Der Saar-Hunsrück-Steig bietet das Vergnügen gleich mehrfach. Hochwald, Osburger Hochwald, Idarwald oder den Felsenriegel des Wildensteiner Kammes gilt es zu überwinden. Das sind die kleinen Abenteuer, die das Wandererleben bereichern. Das ist der Spannungsbogen, den selbst der Gelegenheitswanderer in Windeseile verinnerlicht.

Einsam und doch mittendrin

Er vermittelt Einsamkeit und bleibt doch immer nahe dran an den Siedlungsrändern des Hunsrücks oder des Hochwaldes. Sich weit weg von allem wähnen. Sich der kolossalen Stille von Natur hingeben. Den bärtegleichen Moosbewuchs der Bäume, ein sichtbarer Beweis für reinste Luft, inspizieren. Dem wabernden Nebel jene Mystik und jene Melancholie entnehmen, die sich nur der Langsamkeit des Wanderns erschließt. Es muss nicht das martialische Mega- ereignis, zigfach und beliebig reproduzierbar, sein – das Abenteuer, das an die Seele gehende Erleben funktioniert ganz nebenbei. Nichts in sich Großes und doch groß genug, um den Gesprächsstoff für harmonische Wanderabende zu liefern. Spannend genug, um Fotoalben zu füllen, authentisch genug um die Rückblicke und Geschichten für die Daheimgebliebene zu beleben. …