Landschaftlicher Genuss am Stück – 4 Weitwanderwege durch Kärnten

Keine Überraschung: Kärnten bietet unzählige fantastische Wanderroute für alle Vorlieben, wie z.B. die Slow-Trails.

Doch wer intensiv und mehrtägig in den Genuss von Bergkulissen, Aussichtspunkten, duftende Kräuterwiesen, rauschenden Wassertälern und regionaler Kultur kommen will, ist auf folgenden vier Weitwanderwegen besonders richtig:

"[Kärnten ist] eine weiche Bergwelt, die in weiten Teilen ohne große Mühen zu erobern ist und in der das Glück in kleinen Momenten entsteht." 
Jarle Sänger, Autor & Redakteur (Zitat aus dem Wandermagazin, Nr. 230)

Der Nockberge-Trail

Zwei Wanderer machen Pause in der Abendsonne mit Blick auf einen See
Wandermoment mit Blick auf den Millstätter See
© Kärnten Werbung GmbH, Michael Stabentheiner

Auf in die „Nocky Mountains“, wie sie auch liebevoll genannt werden. Wer hier geht, bleibt lange oben, streift über Almmatten und Zirbenboden, begleitet vom harzigen Geruch der Wälder. Acht Tage lang ist man unterwegs vom Katschberg bis hin zum Millstätter See, mitten durch das UNESCO-Biosphärenreservat Kärntner Nockberge.

Der Trail liefert puren Berggenuss und bleibt dabei moderat in seinen Höhenmetern. Diese Kombi verspricht Wanderspaß mit wenig Muskelkater. 

Der Alpe-Adria-Trail 

Dieser Weitwanderweg bietet einen noch umfänglicheren Blick auf Kärnten. Die Route verläuft über insgesamt 43 Etappen vom Fuße des Großglockners bis hin nach Muggia an der italienischen Adria. 

Unterwegs führen die Etappen durch die Regionen Hohen Tauern mit seinem Nationalpark, die Millstätter Alpe, das Gailtal und letztlich in die Karawanken, wo der Alpe-Adria-Trail die Grenze zu Slowenien übertritt. Auch zahlreiche bekannte Seen kreuzen Wandernde auf dieser Tour, u. a. den Ossiacher See, Faaker See und Millstätter See.

Schlucht mit Wasserfall und Brücke auf der zwei Personen stehen
In der Raggaschlucht © Kärnten Werbung GmbH, Franz Gerdl

Die Karnische Milchstraße

Die insgeasmt sechs Etappen des Weges folgen zwischen Feistritzer Alm und Wolayersee stets dem Kamm der Karnischen Alpen, entlang der Grenze zu Italien. Unterwegs folgen Wandernde der ehemaligen Frontlinie aus dem Ersten Weltkrieg, vorbei an wundervollen Seen, wie dem Zollnersee, und zahlreichen Almen. Und wer abends den Kopf in den Nacken legt, kann sich auf klare Sternenmomente am Firmanent freuen. 

Der Karnischer Höhenweg

Berggipfel mit See von Sonne beschienen
Wolayersee mit Wolayerseehütte © Michael Stabentheiner

Wer die Karnische Milchstraße beendet und noch weiter will, muss nicht lange suchen. Über den Karnischer Höhenweg geht es direkt weiter immer in Richtung Osttirol, vorbei an ehemaligen Bunker- und Schützenanlagen, Soldatenfriedhöfen oder Mahnmalen. Das Kontrastprogramm aus malerischen Anblicke, wie der vom Wolayersee, und geschichtsträchtigen Orten aus Zeiten des Ersten Weltkrieges gestaltet das Wandererlebnis sehr abwechslungsreich und intensiv.