Trockenen Fußes durchs Riff

Badeschuhe sind heute nicht mehr das richtige Schuhwerk, um den Korallen und Stromatoporen – Verwandtschaft der Schwämme – nahe zu kommen. Mit normalen Wanderschuhen ist man bestens für die Zeitreise auf dem Geo-Rundweg Gerolsteiner Dolomiten ausgerüstet. Denn das Urmeer, das vor Millionen von Jahren seine Spuren hinterließ, ist längst der urwüchsigen Eifel-Landschaft gewichen. Erfrischt durch das fossile Grundwasser der Helenenquelle geht es zum Sarresdorfer Lavastrom, der vor ca. 30.000 Jahren als jüngster Lavastrom Mitteleuropas in das Bett der Kyll floss. Danach geht es steil hinauf auf das Munterley Plateau. Die Anfänge dieses Kalkplateaus reichen 390 Millionen Jahre zurück, als die verschiedenen Lebewesen durch ihre Kalkablagerungen mit dem Bau eines Riffs begannen. Viel später wurden diese Schichten herausgehoben, um das Plateau mit einer Höhe von ca. 500 m ü. NN zu bilden. Zu den typischen Formen einer Kalklandschaft gehören die Karsthöhlen. In der Buchenlochhöhle lebten einst Höhlenbären. Vieles, was die Vulkane hervorbrachten, lässt sich auf dem sieben Kilometer langen Geo-Rundweg entdecken: Auf der Munterley fällt die Papenkaule als Krater einer vulkanischen Eruption auf. Ihre exponierte Lage verdankt die Kasselburg einem erkalteten Basaltschlot.

Schlenker vom Eifelsteig

Wer sich nicht entscheiden kann, ob er seine Schuhe für eine Georoute oder den Eifelsteig im Gerolsteiner Land schnüren soll, bekommt beste Unterstützung. Vom Eifelsteig ausgehend gibt es ausgeschilderte Rundwege, die beides optimal verbinden. Zur Auswahl stehen beispielsweise „Wüsten, Wasser und Vulkane“, „Keltenburg Dietzenley und Löwenburg“ oder wie wäre es mit einer Tour „Von der Brunnenstadt zu den Augen der Eifel“?