Ardenner Schinken und andere Schweinereien

In der Regel wurde der Schinken selbst hergestellt. Fünf bis sechs Wochen lag das Fleisch in Salz, dann hängte man es für drei, vier Stunden täglich ungefähr vier Monate lang in den Rauch und anschließend kam die Spezialität zum Trocknen an der Luft für mindestens drei Monate auf den Dachboden. Bei solch einem Aufwand lässt sich nachvollziehen, dass der Ardenner Schinken kein alltägliches Gericht war. Heute ist er, dank der vereinfachten Herstellungsbedingungen, beliebt als Wanderbrotzeit oder Abendessen.

Zur traditionellen Küche gehörte bis Anfang des 20. Jh. Auch die „Bouneschlupp“, eine Suppe aus gewürfelten Stangenbohnen und Kartoffeln, die mit Schinkenbrühe abgelöscht wurde und in die eventuell noch vom Schweineknochen abgekratzte Schinkenreste kamen. „Judd mat Gaardebounen“, gepökelter Schweinehals mit dicken Bohnen, ist ebenso ein Stammessen der Ardenner Bauern.

Spezialitäten mit Tradition

Eine Besinnung auf die Produkte, die das Land seit Jahrhunderten hervorbringt, gehört zum Aufgabenbereich der Naturparke. So bekommt Naturschutz eine kulinarische Dimension. Allen voran sind es die Getreide, „Spelz“ (Dinkel) und „Wellkär“ (Buchweizen), deren Anbau verstärkt gefördert wird…

Mit einem Tourentipp: Zum Kiischpelter Sonnekrees

Die Reportagen zum Schwerpunktthema Luxemburgische Ardennen in diesem Heft:

  • Ardennenlandschaft
  • Waldgeschichte
  • Bäuerliche Kulturlandschaft
  • Kulinarisches aus der Region
  • Rot-Wieß-Blau
  • Volksglauben im Ösling
  • Land der Höhenburgen