Schon Goethe schwärmte

Auch wenn der Zusammenschluss zu einem grenzenlosen Geopark noch jungen Datums ist, haben die geologischen Attraktionen schon im 18./19. Jh. Naturfreunde und Gelehrte angezogen. Johann Wolfgang von Goethe studierte Verwitterungsformen an den Granitblöcken der Luisenburg bei Wunsiedel und die Vulkane Böhmens. Mit imposanten Zeugnissen eines vergangenen Vulkanismus ist der Geopark reichlich ausgestattet. Den Basaltkegel des Hohen Parksteins soll der weltweit aktive Naturforscher Alexander von Humboldt sogar als einen der schönsten Europas bezeichnet haben.

Viele geotouristische Ziele im Bayerisch-Böhmischen Geopark haben einen hohen Stellenwert, z. B. im bayernweiten Netzwerk der „100 wichtigsten Geotope“. Die Geotope „Felsenlabyrinth Luisenburg“ und der „Basaltkegel Hoher Parkstein“ sind 2005 sogar in den Rang „Nationaler Geotope“ erhoben worden. Als drittes „Nationales Geotop“ gesellt sich die Landschaft um Pottenstein hinzu. Hier sind es die markanten Verwitterungsformen des Kalksteins, die ein schroffes wie malerisches Landschaftsbild geschaffen haben. Zwar nicht ein Geotop, doch ein geotouristisches Ziel ersten Ranges ist die Kontinentale Tiefbohrung KTB in Windischeschenbach, deren Bohrturm eines der Wahrzeichen des Geoparks ist. ...

Mit Tourentipp: Geo-Tour Granit

Wandern & Geologie  Reportagen in diesem Heft:

  • Erlebnis Bergbau Erzgebirge - Wandern über- und untertage
  • Abenteuer Erdgeschichte - GeoPark Schwäbische Alb
  • Das Pferd, das aus der Tiefe kam - Grube Messel
  • Fenster in die Erdgeschichte - UNESCO-Geopark Bergstraße-Odenwald
  • Von der Katastrophe zum Naturwunder - Geopark Ries