Die Sonne bricht durch das Laubdach
und der Wald leuchtet auf © Jenny Kwittung

Auf rund 59 Kilometern geht es durch den Auwald immer nah an der Donau entlang. Starten können Wanderer in Günzburg. Ganz einfach lässt sich der naturnahe Weg auch in fünf Etappen erkunden, sodass der Zustieg problemlos in Offingen, Gundelfingen, Dillingen, Höchstadt und Schwennigen geschehen kann. Das Auto kann zu Hause stehen bleiben, denn alle Orte sind mit der Bahn erreichbar. 
Die Laufrichtung ist frei wählbar. Der Weg ist als zertifizierter Premiumweg in beide Richtungen durchgehend beschildert. Durch sein flaches Höhenprofil erweist sich der DonAUwald-Wanderweg als angenehme Strecke – Wandereinsteiger kommen hier voll auf ihre Kosten. Aber auch für erfahrende Wegemeister ist diese Wanderung ein Genuss. 

Der Auwald: ein besonderes Biotop

Die Flora und Fauna hat mit speziellen Arten ein paradiesisches Fleckchen Erde entstehen lassen. Maßgebend dafür ist der Wechsel zwischen trockenen Magerrasen – sogenannte Brennen – und den ehemaligen Flussschlingen der Donau mit Schilfröhrichten – eine Mischung aus Planzen die im Flachwasser- und Uferrandbereich von Gewässern heimisch sind. 
Durch die regelmäßigen Überschwemmungen und den schattenspendenen Auwald ist das Gebiet nicht nur für Pflanzen, wie den Frauenschuh, Narzissengewächse und Märzenbecher eine Heimat, sondern auch für den Eisvogel und Biber. Außerdem ist das Auengebiet eine willkommen Raststation für Zugvögel. 

DonAUwald-Wanderweg im Überlick

Wegmakierung

Länge: 59 km, 5 Etappen (längste Strecke 13,8 km, Details s. Flyer)

Start: Günzburg

Ziel: Schwenningen

Höhenprofil: auf 88 m / ab 125 m

Tipp: Zwischen den Orten gibt es wenige Einkehrmöglichkeiten. Es lohnt sich ein schönes Picknick in der Natur einzuplanen. 

 

Mehr Infos zum Weg unter www.donautal-touren.de

„Eintauchen, Kraft schöpfen, Stille genießen“

Egal zu welcher Jahreszeit der Wanderweg begangen wird, der Auwald wird sich in seinen verschiedenen Stadien als sehr abwechslungsreich präsentieren. 

Der Märzenbecher kündigt den Frühling an © Alwin Sing

Im Frühling wird die Wanderung durch den Wald von Blumen-Teppichen der Frühblüher, z. B. dem Märzenbecher, begleitet. Das erste Grün an den Bäumen lugt hervor und durch die wärmende Sonne breitet sich der Duft nach Bärlauch aus. Tief einatmen und genießen.

Im Sommer finden sich im Auwald schattige Orte, die zur Entspannung einladen. Wer innehält hört das Wasser ans Ufer schwappen und Vögel durch die grünen Baumkronen hüpfen. Die Hektik aus dem Alltag fällt ab. 
Hinweis: Auch das ein oder andere hohe Summen der Stechmücken begleitet jetzt die Wanderung. Wie bei allen wassernahen Wegen gilt es also sich dementsprechend zu schützen. 

Eindruck auf Etappe 3, nahe Brenzmündung © Claudia Stalze

Im Herbst wechselt der Wald sein Farbenkleid. Laub segelt von oben herab und die Wanderschuhe treten über einen farbigen Teppich aus Blättern. Es riecht nach nassem Wald und die Luft ist angenehm kalt und frisch. Es zieht der mystische Donaunebel auf. 

Zur Winterzeit (November bis Februar) wird darum gebeten, den Weg und die Natur schlafen zu lassen. 

 

 

 


Grüner Weg, grüne Anreise 

In allen Etappenorten funktioniert die Anreise und Abreise gemütlich per Bahn. Von Stuttgart über Ulm dauert die Anreise z. B. max. zwei Stunden. Morgens in den Zug springen, in Günzburg aussteigen, Natur genießen und abends wieder in Ruhe zurück – so wird die besondere Wochenendwanderung einfach gemeistert. Der Weg kann natürlich auch im Ganzen gelaufen werden. Übernachtungsmöglichkeiten bieten sich in allen Etappenorten.


Die Donau und der Auwald prägen die wunderschöne Landschaft © Jenny Kwittung