Im südlichen Schwarzwald erstreckt sich das Bernauer Hochtal mit seinen weitläufigen Wiesen- und Weideflächen, Mischwäldern und ursprünglichen Moorlandschaften. Ob anspruchsvolle Gipfeltouren oder entspannte Spaziergänge entlang der sanften Talauen, die Region bietet ein vielfältiges Angebot zum Entdecken und Genießen. So z. B. die Gipfeltour zum Herzogenhorn und den Spießhörnern, verbunden mit einer gemütlichen Einkehr im urigen Berggasthaus Krunkelbach-Hütte.
Gipfelliebhaber:innen kommen im Bernauer Hochtal voll auf ihre Kosten, mit gleich vier beeindruckenden Bergspitzen: dem Herzogenhorn, dem zweithöchsten Berg im Schwarzwald, dem Blößling sowie den beiden Spießhörnern. Vier Möglichkeiten, die weite Aussicht und die Stille zu genießen. Eine große Auswahl an Wanderungen findet sich im Tourenportal. So z. B. auch der Premiumwanderweg „Bernauer Hochtal Steig“, der im Jahr 2025 den 4. Platz bei der Wahl „Deutschlands Schönster Wanderweg“ belegte. Nach einer ausgiebigen Tour haben sich Wandernde natürlich eine regionale Köstlichkeit redlich verdient.
Vom hochwertigen Restaurant über die gutbürgerliche Einkehr bis hin zur zünftigen Bergvesper, im Bernauer Hochtal wird Kulinarik großgeschrieben. Dabei stehen Nachhaltigkeit und Regionalität im Mittelpunkt: Die Zutaten stammen aus der heimischen Landwirtschaft, wie etwa das Bernauer Weiderind, das Wild aus den umliegenden Wäldern oder Ziegenspezialitäten.
Landschaftspflege trifft auf Genuss: Bei dieser kulinarischen Entdeckungsreise laden sechs Gastronomiebetriebe und drei ziegenhaltende Höfe zwei Wochen lang zu Spezialitäten rund um Ziegenfleisch und Ziegenkäse ein. Die Ziege spielt im Biosphärengebiet Schwarzwald eine zentrale Rolle in der Landschaftspflege. Mit ihrem natürlichen Fressverhalten trägt sie aktiv zum Naturschutz bei. Besonders auf steilen Hängen, wo Maschinen nicht eingesetzt werden können, verhindert sie durch das Zurückdrängen junger Gehölze die Verbuschung und schafft so wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, wie z. B. Arnika oder Thymian.
Mit Genuss die Landschaft erhalten: Im Oktober laden mehr als 20 Gastronomen aus der Region zu kreativen Gerichten ein, die dem Erhalt der im Schwarzwald typischen Hinterwälder Rinderrasse dienen. Während der Aktionswochen bieten die teilnehmenden Gastronomen drei spezielle Gerichte rund um das Hinterwälder Rind an. Mit dieser Initiative sollen die regionale Landwirtschaft und nachhaltiger Genuss gefördert werden.
Tourentipp
Der Startpunkt der Gipfeltour zum Herzogenhorn und den Spießhörner ist der Skilift Hofeck in Bernau. Von hier führt der Weg über den malerischen Hofmättleweg hinauf zum Herzogenhorn, das mit einem weitem Panoramablick über die gesamte Region beeindruckt. Nach dem Abstieg lädt die einladende Krunkelbach-Hütte zu einer wohlverdienten Rast ein.
Die Krunkelbach-Hütte
Idyllisch auf 1.294 Metern Höhe gelegen, befindet sich die Krunkelbachhütte – ein uriges Berggasthaus oberhalb des Bernauer Hochtals. Von der Hütte aus bietet sich ein direkter Blick auf das 1.415 Meter hohe Herzogenhorn, den Hausberg von Bernau im Schwarzwald. Die rustikale Küche mit Gerichten wie Bratwurst, Eintopf und Bergkäse lässt sich an den sonnigen Sitzplätzen vor der Hütte genießen, egal ob im Sommer während einer Wanderung oder im Winter bei einer Ski- oder Schneeschuhtour.
Auch Übernachtungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, sollten jedoch in der Hauptsaison frühzeitig reserviert werden.
Für alle, die noch nicht genug vom Wandern haben, bietet sich die Möglichkeit, die Route um die 2,4 Kilometer lange Spießhorn-Bergtour zu erweitern. Der Weg führt zunächst zum kleinen Spießhorn, wo ein Visoskop bereitsteht, um die umliegenden Berge zu betrachten und zuzuordnen. Anschließend geht es weiter zum Gipfel des 1.349 Meter hohen Spießhorns mit Aussichtspavillon. Die Mühe des Aufstiegs wird mit beeindruckenden Panoramen belohnt, die bis zu den Schweizer Alpen reichen. Der Rückweg führt über den malerischen Hans-Thoma-Weg, vorbei am Scheibenfelsen und dem idyllischen Goldbachweiher.