Wer sich auf dieses Abenteuer einlassen möchte, braucht eine gewisse Vorbereitung und Mut. Die Momente mit sich allein sind für viele Menschen anfangs völlig fremd, was zu mentaler Aufregung führen kann. Doch wer bis nach Santiago de Compostela gekommen ist, wird den Weg nicht bereuen.

Das Angebot erfahrener Reiseveranstalter

Den Stadtwald kennen die meisten Wanderfreunde auswendig, aber wie sieht es mit den Gebieten im Ausland aus? Hier lohnt es sich, auf einen Reiseveranstalter mit Erfahrung zu setzen. Sehr beliebt ist beispielsweise der Jakobsweg als Pilgerpfad, weil es hier Buchungsmöglichkeiten mit Expertise gibt. 

Professionelle Teams unterstützen die Pilgernden, um beispielsweise das Gepäck von A nach B zu bringen und eine Route nach den eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten zu schaffen.

Um den Jakobsweg zu pilgern, müssen Teilnehmende nicht religiös sein. Pilgern ist ein sehr intensives und persönliches Erlebnis, das jeder aus einem anderen Grund macht. Gläubigkeit ist nicht zwingend erforderlich, der Jakobsweg ist für jede Person ein inspirierendes Erlebnis. Manche Menschen nutzen solche Touren, um den Alltagsstress loszuwerden und mehr Gedanken mit dem eigenen Ich und dem eigenen Leben zu verbringen. 

Hohes Fitnesslevel ist erforderlich

Um täglich bis zu 20 Kilometer zu pilgern, ist ein Mindestmaß an Kondition erforderlich. Die meisten Wandernden beginnen daher schon Wochen vorher mit der Vorbereitung und mit regelmäßigem Training. Ideal ist ein Zeitraum von drei bis vier Monaten, die mit moderaten Trainings verbracht werden. Aber auch in kleinen Schritten und weniger Kilometern ist eine Pilgerwanderung eine Offenbarung.

Zu Hause helfen Ergometer oder Cross-Trainer, aber auch Radfahren oder Wanderungen vor der eigenen Haustüre verschaffen Kondition. Spätestens zwei Monate vor Aufbruch sind längere Wanderungen empfehlenswert. So haben Pilgernde die Möglichkeit, sich an die langen Gehzeiten und das Equipment, vor allem die Wanderschuhe und der Rucksack, zu gewöhnen.

Gut geeignet ist hier ein hochwertiges Paar Schuhe, das vom ersten Moment an gut sitzt. Es lohnt sich, eine Fachberatung aufzusuchen und nicht einfach online zu bestellen. Vor einem längeren Einsatz sollten die Schuhe zum Alltagsschuh werden. So merkt man direkt, ob es potenzielle Schwachstellen gibt. Wichtig ist auch das Tragen der richtigen Socken, denn wenn schon der Strumpf nicht stimmt, wirkt sich das auf den Tragekomfort aus.

Tipp: Vor dem ersten Pilgerurlaub macht es Sinn, sich einmal von einem Sportarzt durchchecken zu lassen. Wenn alles in Ordnung ist, kann es losgehen.

Stichwort Pilgern: Wie intensiv ist eine solche Wanderung? 

Wer Durchhaltevermögen und Neugierde in sich trägt, ist für eine Pilgerreise wie geschaffen. Von tränenüberströmte Momente, mentale Herausforderungen und unglaubliche Gefühle berichten viele Wiederkehrende, wenn sie sich zum ersten Mal auf das Abenteuer gemacht haben. Warum Tränen? Weil der Einklang mit der Natur die eigenen Seele berührt.

Raus aus der Großstadt und dem Alltag, weg von all dem Lärm und der täglichen Spirale kommt der Geist zu seinen Ursprüngen zurück. Das ist für viele Pilgernde ein so überwältigendes Gefühl, dass Tränen freien Lauf haben.

Menschen nehmen die Welt anders wahr, wenn sie über Stunden von Natur umgeben sind, keiner Menschenseele begegnen und das Handy ausgeschaltet haben. Wer gern meditiert und Reisen in die eigene Seele unternimmt, profitiert von einer Jakobsweg-Wanderung gleich doppelt. Das intensive Abenteuer wird sich über Jahre in den Gedanken einbringen.