Zwei Wanderer stehen neben einem Felsen
Wandern um Bichishausen © Jens Staudt

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Unter dem Motto „Natur schützen – und Natur nützen“ wurde das Biosphärenreservat 2009 von der UNESCO ausgezeichnet und ist weiterhin für Menschen erlebbar und bewirtschaftbar. Die Stille der Natur, die abenteuerlichen Höhlen und Burgen sowie die charakteristischen Felsformationen machen die Landschaft zu einer spannenden Erkundungstour für die ganze Familie. Mit etwa 1,5 Millionen Obstbäumen zeigen sich die Streuobstwiesen im Frühling von ihrer schönsten Seite. Wer sich jetzt auf einen der zertifizierten Wanderwege begibt, erlebt ein Meer aus Blüten und das Summen der Bienen.

Ein weißer Turm inmitten von Bäumen
Schönbergturm mit Aussichtsplattform © Mythos Schwäbische Alb

Natur, Genuss und Geologie

Im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb erfahren Wandernde durch die interaktive Ausstellung viel Wissenswertes über die Vielfalt der Natur, Landschaft und Menschen. Im Shop gibt es zudem leckere regionale Produkte zu kaufen. Diese sind natürlich auch bei den zahlreichen regionalen Gastgebern erhältlich. Die Kulinarik der Schwäbischen Alb reicht von deftiger regionaler Küche bis hin zu Haute Cuisine. Bewirtschaftete Hütten bieten köstliche, selbstgebackene Kuchen oder lokale Spezialitäten wie Albzarella (die schwäbische Variante eines Büffelmozzarella) und Alblinsen.

Ein besonderes Wanderhighlight ist die Karstlandschaft des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Korallenriffe, Vulkanschlote, Meteorkrater und Eiszeithöhlen können hier auf über 6.000 Quadratkilometern erkundet werden. Ein Netz mit Infostellen und Geopoints führt durch das größte Höhlenvorkommen Europas. 

Zwei Wanderer auf einem Wanderweg mit Felsen
Wandern zum Gütersteiner Wasserfall © Jens Staudt

Tourentipp: Der Bärenhöhlenweg

• Länge: 12,2 km  • Dauer: 3,15 Std. • Höhenmeter: auf/ab je 217 hm

Der Bärenhöhlenweg führt durch die abwechslungsreiche Landschaft der Sonnenbühler Kuppenalb mit Highlights wie der Bärenhöhle und dem Kurpark mit Kneippbecken. Die Tour verläuft abwechslungsreich durch Wälder und Wiesen und wechselt stetig zwischen bergauf und bergab. Lichtungen und Berghöhlen laden immer wieder zu einer Wanderpause ein. Eine Erfrischung bietet der Kurpark Sonnenbühl-Erpfingen mit Kneippbecken, Kräuterbänken und Erholungsbänken.

Ein Tropftstein in einer Höhle
Topfstein © Jill Carstens

Die Bärenhöhle beeindruckt mit Tropfsteingebilden und Skeletten von eiszeitlichen Höhlenbären. Diese ausgestorbene Bärenart lebte während der letzten Kaltzeit und ihre Existenz in der Schwäbischen Alb konnte durch Knochenfunde belegt werden. Zudem diente die Höhle als Wohnstätte für Hyänen, Wölfe und sogar als Totenstätte für Menschen.

Die Höhle wurde 1834 erstmals entdeckt. Dabei fand man eiszeitliche Werkzeuge wie Steinklingen, römische Keramikgefäße und einen Elfenbeinkamm aus dem Mittelalter. Die geschichtlichen Funde reichen bis in die Neuzeit: So wurden auch Menschenskelette aus der Pestepidemie des Dreißigjährigen Krieges entdeckt. Wer die spannende Geschichte der Höhle erleben möchte, kann sie täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr besuchen (März–November, Eintritt für Erwachsene: 4,50 Euro).

Weitere Inspiration für Wanderwege und Radtouren auf der Mittleren Schwäbischen Alb gibt es im Tourenportal der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb.

Info: www.mythos-alb.de 

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