Das Sternberger Seenland liegt zwischen Schwerin und Rostock, im Herzen von Mecklenburg-Vorpommern. Von der Eiszeit modelliert, ist die Landschaft rund um das namensgebende Sternberg gespickt von zahllosen Seen. Überall kleine, große, runde und verwinkelte Farbtupfer aus Blau. An nur wenigen Orten in Deutschland gibt es mehr Seen als hier, schließlich gehört die Region zur Mecklenburgischen Seenplatte, dem Land der 1.000 Seen.

Ein Tourentipp von Jarle Sänger

Sternberger Seengeflüster

Vom verschlafenen Klein Labenz aus geht es lange entlang des Groß Labenzer Sees, später umrundet man den Weißen See zur Hälfte und taucht ein in die Waldeinsamkeit des idyllischen Radebachtals, ehe es abermals an den Ufern des Groß Labenzer Sees weitergeht. Ein besonders hoher Pfad- und Naturweganteil sowie die abwechslungsreichen Seepassagen mit zahlreichen Zugängen zum und Ausblicken aufs Wasser zeigen, wie schön das Sternberger Land zum Wandern ist.

Länge: 16,9 km
Gehzeit: ca. 5 Std.
Start/Ziel: Seepromenade Klein Labenz, 19417 Warin
Schwierigkeit: mittelschwer
Höhenmeter: auf/ab 30 hm
Beste Jahreszeit: März bis November

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Tipp des Autors: Die unmittelbare Nähe zu den Seen lädt zum langen Verweilen am kühlen Nass ein und dazu, bei warmen Temperaturen mindestens einmal die Füße abzukühlen.

Anreise mit ÖPNV: Mit dem Bus 202 bis zur Haltestelle „Klein Labenz, Warin“

Navigierbare Adresse: Seepromenade 4, 19417 Warin
w3w: ///beleg.hausarzt.zeuge

Ausrüstung: Ausrüstung für eine Tagestour aus wind- und wetterfester Kleidung sowie Verpflegung für einen ganzen Tag (keine Einkehrmöglichkeiten) Optional: Badehose und Picknick!

Kartenmaterial: Wanderkarte „Sternberger Seenlandschaft“ vom KOMPASS-Verlag, 1:50.000, ISBN 978-3850261241

Wegbeschreibung

Achtung: Aufgrund der kaum vorhandenen Markierungen und Wegemarken empfiehlt sich das Laufen nach GPS-Track. Nachfolgend nur eine grobe Wegbeschreibung.

In Klein Labenz den Blick auf den See gerichtet, geht es rechts los. Ihr folgt dem Sträßchen am Ufer entlang, bis diese in den Wald führt. Kurz danach zweigt links ein schmaler Waldpfad ab, nehmt diesen und bleibt dadurch immer in der Nähe des Wassers. Weiter durch den Wald und entlang des Sees, bis ihr einen Querweg passiert. Hier rechts ab. An der folgenden Kreuzung mit einem Forstweg wieder rechts, dann erreicht ihr Weiße Krug.

Folgt dem Sträßchen durch Weiße Krug nach rechts und geht dann direkt hinter dem letzten Haus links zum See hinunter. Jetzt folgt ihr dem Seeufer nach rechts und umrunden den See in etwa zur Hälfte. Der Pfad wendet sich vom See ab und ihr erreicht einen Forstweg, hier links. An der nächsten Kreuzung mit einem breiten Forstweg haltet ihr euch geradeaus, direkt dahinter stoßt ihr auf einen Waldweg mit T-Kreuzung.

Hier rechts ab, nun lauft ihr für einige Zeit durch das Radebachtal in Richtung Warin. Ihr überquert den Radebach über eine kleine Brücke und kurz darauf trefft ihr auf eine weitere Kreuzung. Hier geht es in einer spitzen Linkskehre weiter und ihr wandert nachfolgend auf der anderen Seite des Radebachs zurück. Dann folgen ein paar Stufen hinab zum Bach und ihr überquert diesen erneut. Dahinter kurz über die Stufen aufwärts, dann immer rechts halten und auf dem Waldweg weiter.

Der schmale Waldweg schlängelt sich durch das Tal, dann stoßt ihr auf einen breiten Weg, hier erneut in einer Spitzkehre links ab. Immer geradeaus bis ihr erneut auf einen breiten, gut ausgefahrenen Forstweg trefft. Hier rechts und nun für einige Zeit immer gerade aus. Vorbei an Weiße Krug und weiter über die asphaltierte Straße bis Friedrichswalde. Vorbei am ehemaligen Schloss und immer geradeaus, bis ihr links zum Bronzenen Hirsch abbiegt.

Erneut am See angekommen, haltet ihr euch rechts und erreicht das Mausoleum mit der Bronzestatue. Weiter geht es immer entlang des Sees auf einem zunächst grob markierten, dann völlig unmarkierten Pfad. Ab und zu geht es – teilweise sehr steil – hinauf und wieder hinunter, ihr haltet euch aber immer in etwa parallel zum Seeufer auf. Das Gelände wird später flacher und etwas morastiger, dann wendet sich auch der Pfad nach rechts und ihr erreicht Groß Labenz über eine schöne Wiese.

In Groß Labenz erreicht ihr die Hauptstraße über einen Schotterweg, hier links ab und durch den Ort. Am Ende des Orts habt ihr die Möglichkeit entweder weiter geradeaus über die Straße zu laufen oder ihr haltet euch links und lauft über die Wiese, dabei einfach immer entlang der Linie aus Böschung am See und Wiese halten. Dieser Weg ist etwas fordernder, jedoch kurzweiliger. Ob auf der Wiese oder der Straße, es geht immer weiter geradeaus, bis ihr auf eine Querstraße trefft. Folgt dieser nach links nach Klein Labenz.

Auf Höhe der ersten Häuser geht links ein schöner Wiesenpfad ab, dieser führt euch noch einmal zum Ufer und an der Wasserlinie entlang, ehe ihr zurück in den Ort und letztlich wieder zur Hauptstraße gelangt. Hier noch kurz links weiter und ihr erreicht den Ausgangspunkt wieder.

Info: www.naturpark-sternberger-seenland.de

Zum Tourentipp Sternberger Stille