1. Die Basics: Gewicht, Stabilität, Material und Dichtigkeit
Egal, ob ihr euch für eine Trinkflasche, Trinkblase oder ein Filtersystem entscheidet – diese vier Faktoren spielen immer eine Rolle:
- Gewicht: Auf mehrtägigen Trekkingtouren zählt jedes Gramm. Für Tagestouren ist das Gewicht weniger entscheidend, dafür aber die Isolation – im Sommer für kühles Wasser, im Winter für heißen Tee.
- Stabilität: Eine robuste Flasche, die auch mal einen Sturz übersteht, ist Gold wert.
- Material: Glas, Edelstahl oder Kunststoffe, wie Tritan – hier entscheidet der persönliche Geschmack. Glas ist geschmacksneutral, aber gewichtig im Rucksack, Edelstahl robust, Kunststoff leicht.
- Dichtigkeit: Nichts ist ärgerlicher als ein undichtes Trinksystem. Achtet auf zuverlässige Verschlüsse, um böse Überraschungen zu vermeiden. Erfahrungsgemäß liefern Hersteller und Marken, die sich auf Trinksysteme spezialisiert haben, hierbei oftmals auch die beste Qualität.
2. Die klassische Trinkflasche: Einfach, aber vielseitig
Trinkflaschen sind die Allrounder unter den Trinksystemen. Sie unterscheiden sich vor allem in:
- Verschlussmechanismen: Schraubverschluss, Klappdeckel oder Trinkhalm – was liegt euch besser?
- Flaschenöffnung: Ein breiter Durchmesser erleichtert das Befüllen und Reinigen. Aus einer schmalen Öffnung kann besser getrunken werden.Tipp: Flaschen mit breitem Durchmesser können oftmals mit einem Hilfsmittel, wie einer flachen Trinkeinlage oder einem alternativen Schraubverschluss, mit mundgerechter Trinköffnung umgerüstet werden.
- Haptik: Kann die Flasche mit einer Hand gehalten und der Verschluss leicht geöffnet werden?
- Reinigung: In der Regel sind Trinkflaschen unkompliziert zu säubern – ein Pluspunkt für alle, die es praktisch mögen.
3. Trinkblasen: Das „Next Level“ der Flüssigkeitsversorgung
Für alle, die unterwegs regelmäßig und unkompliziert trinken möchten, sind Trinkblasen ideal. Sie bieten einige Vorteile:
- Regelmäßiges Trinken: Das Mundstück ist immer griffbereit, was dazu führt, dass ihr häufiger kleine Schlucke nehmt.
- Flexibilität: Leicht und platzsparend im leeren Zustand, können Trinkblasen bei Bedarf aufgefüllt werden.
- Reinigung: Etwas aufwendiger als bei Flaschen, aber mit den richtigen Tipps und Herstellerhinweisen gut machbar.
- Einziger Nachteil: Der Wasserstand ist nicht direkt sichtbar, was am Anfang etwas Übung erfordert.
Mittlerweile findet ihr bei den gängigen Rucksackherstellern auch immer ein passendes Trinkblasensystem.
Beispiele aus der Redaktion:
Die 1l Trinkblasen vom Hersteller Camelbak punktet mit einer großen Öffnung zum schnellen Befüllen und ihrer zuverlässigen Dichte. Die Trinkblase ist mit den Rucksäcken von Camelbak kompatibel, lässt sich aber auch bei anderen Marken in der Regel gut einbauen. Mehr dazu HIER.
2,5 l Trinkblase von Fidlock mit magnetischem Verschlusssystem. Einfach zu befüllen und kombatibel mit verschiedenen Rucksacktypen. Mehr dazu HIER.
4. Filtersysteme: Für Abenteuer abseits der Zivilisation
Wenn ihr euch in Gebiete ohne Frischwasserzugang wagt, sind Filtersysteme unverzichtbar. Sie reinigen Wasser zuverlässig und machen es trinkbar.
- Arten von Filtern: mechanische Filter (z.B. mit Hohlfasermembran), chemische Filter in Form von Tabletten oder Tropfen (z.B. auf Silber- und/oder Chlorbasis) oder UV-Licht-Desinfektion – die Auswahl ist groß.
- Klassische Methode: das Abkochen (energieintensiv)
- Einsatzbereiche: Überlegt, welche Bedingungen euch erwarten und wählt den Filter entsprechend aus. Für Tages- und Hüttentouren eignen sich besonders gut integrierbare Wasserfilter mit Hohlfasermembran. Sie punkten mit leichtem Gewicht und einfacher Anwendung.
- Porengröße beachten: Ein Wasserfilter mit 0,1- 0,2 µm hält Bakterien und Protozoen (einzellige Parasiten) zurück. Für Viren sowie chemische Rückstände benötigt ihr entweder einen Zusatz, wie z.B. Aktivkohle oder UV, oder einen Hochleistungsfilter.
- Hier ein paar der gängigsten Marken, die vielseitige, qualitativ hochwertige Filtersysteme anbieten: KATADYN, MSR, Platypus, LifeStraw
Beispiel aus der Redaktion:
Der „LifeStraw“-Trinkhalm ist eine kreative Lösung, um Wasser unmittelbar aus einem Trinkgefäß zu filtern. Er ist leicht, kompakt und filtert bis zu eintausend Liter Wasser. Mehr dazu HIER.
5. Füllvolumen: Wie viel Wasser braucht ihr?
Das Volumen eures Trinksystems sollte sich nach der Tour und eurem Rucksack richten. Passt die Flasche in das seitliche Fach? Oder habt ihr eine Trinkblasenvorrichtung? Achtet darauf, dass das Trinksystem nicht nur praktisch, sondern auch kompatibel mit eurem Equipment ist.
Fazit:
Ob klassische Trinkflasche, innovative Trinkblase oder ausgeklügeltes Filtersystem – die Wahl des richtigen Trinksystems hängt von euren individuellen Bedürfnissen und der geplanten Tour ab. Mit der richtigen Ausrüstung seid ihr bestens gerüstet, um euren Durst zu löschen und die Natur in vollen Zügen zu genießen.


