Pfade, Weitblicke und ein Schloss am Pfälzer Wald

Eine der schönsten Touren am Rande des Pfälzer Waldes führt zu sonnigen Ausblicken und in die jüngere Geschichte. Ob als kurze Feierabendrunde für geübte Wanderer oder eine Tagestour mit der Familie – es ist für jeden etwas dabei.

Die Hohe Loog – ein knapp 619 m hoher Berg in der Haardt – bietet weite Ausblicke und den Kindern kleine Klettererlebnisse auf Minifelsen und einen Waldspielplatz, auf und um den es viel zu entdecken gibt. Die Klausentalhütte, die gleich zweimal passiert wird, ist ebenfalls mit einem Spielplatz ausgestattet. Der nahe Bachlauf und die Umgebung der Hütte laden die Kinder zu zahlreichen Abenteuern ein.

Ein ganz anderes Highlight der Tour ist das Hambacher Schloss. Es wurde im Mittelalter als Schutz- und Raubritterburg genutzt und beherrschte die bei Neustadt kreuzenden Handelswege sowie den vorderpfälzischen Abschnitt des Jakobsweges. Die Burg wurde später zum Schloss umgestaltet und während der pfälzischen Erbfolgekriege niedergebrannt. Ihre Bekanntheit erlangte die damalige Ruine durch das Hambacher Fest, eine sechstägige Protestveranstaltung im Jahre 1832 mit 25000 Teilnehmern und seitdem ein Symbol für die deutschen Demokratiebestrebungen. Im wiederaufgebauten Schloss kann heute die Geschichte erkundet werden.

Start/Ziel: Parkplatz Kalmit Klausental, Klamithöhenstraße

 

von OutdoorWelten-Scout Petra Doehl

Schwierigkeit
LEICHT
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft

Höhenlage

609.9m
230.4m

Beste Jahreszeit

  • Jan
  • Feb
  • Mar
  • Apr
  • May
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Oct
  • Nov
  • Dec
Barrierefrei
Nein
Kinderwagentauglich
Nein

Du startest am Parkplatz Kalmit Klausental nach Norden in Richtung Klausentalhütte. Der kleine Asphaltweg führt dich zunächst durch die Weinfelder am Rebsortenweg entlang, auf dem du einiges über die hier angebauten Trauben lernen kannst. Kleine Tafeln beschreiben diese jeweils in der Nähe der entsprechenden Felder.

Wenn der Rebsortenweg nach rechts abbiegt, läufst du weiter geradeaus, bis du ein kleines Wäldchen durchschritten hast, wendest dich dann nach links und folgst dem Fahrweg zur Klausentalhütte. An der Hütte vorbei geht es den breiten Weg nach oben; die Abzweigung zum Zeter Berghaus ignorierst du und folgst dem Weg geradeaus, bis du an eine Gabelung kommst. An dieser Stelle kommt von links ein kleiner Pfad von der Klausentalhütte und führt nach rechts oben, immer in Serpentinen den Hang hinauf.

Nun kannst du dem Pfad folgen, der dich im weiteren Verlauf zum Sommerberg führen würde. Du biegst jedoch an einer wenig gekennzeichneten Abzweigung nach links zur Hohen Loog ab, folgst dem schmalen Pfad über Wurzeln und Steine, der manchmal durch die lichten Bäume einen Blick auf den Kalmit freigibt.

Zweimal kreuzt der Pfad breitere Wege, du wendest dich jeweils kurz nach links und gleich wieder nach rechts. Auf dem dritten breiten Weg findest du nach ein paar Metern eine Wegkreuzung mit Bänken. Du folgst dem zweiten Weg nach rechts und erreichst nach etwa 500 Metern das Hohe-Loog-Haus. An der Gaststätte kannst du draußen Platz nehmen und den Blick in die Ebene und auf den Kalmit genießen. Der nahe Hohe-Loog-Gipfel ist nicht so stark frequentiert wie die Gaststätte, hier kann man sich aus dem Trubel, der dort am Wochenende herrscht, zurückziehen.

Auf der anderen Seite geht es einen Sandweg hinab durch Kiefernwälder mit das Auge fesselnden Digitalis in Richtung Hambacher Schloss. Das ausgeschilderte Sühnekreuz ist einen Abstecher wert: Du wirst mit einem tollen Blick in die Ferne und  auf das Hambacher Schloss belohnt. Nebenbei kannst du hier dein mitgebrachtes Picknick an Tisch und Bänken verzehren.

Wieder zurück auf dem Weg zum Schloss, bist du nun auf einem kleinen Waldpfad mit moosbedeckten Steinen und alten Baumstämmen unterwegs. An der Burgschänke Rittersberg triffst du auf das Hambacher Schloss, direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Nach einem Abstecher zum Schloss gehst du zurück über die Straße und biegst in einen kleinen Weg zum Zeter Berghaus. Du folgst dem Weg, bis du links unter dir das Berghaus erreicht hast. Eine Einkehr ist ein Erlebnis für‘s  Auge: die am Hang verteilten Tische, Stühle, Sessel und Liegestühle laden zum längeren Verweilen ein. An den Wochenenden muss man jedoch für den tollen Ausblick beim Essen mitunter längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Wieder oben auf dem Weg, geht es noch vor der Klaustalhütte nach unten auf einen schmalen Pfad am Bachlauf entlang. Diesen querst du später, um auf dem Keschdeweg (60 km in 4 Etappen) zu bleiben, der durch die hier überall gegenwärtigen Maronenwälder führt. Maronen, eine der Pfälzer Delikatessen, sind im Herbst zu finden. Aber auch im Frühsommer, wenn die Bäume blühen, kannst du den Duft der Wälder genießen und dich an den goldgelben Baumblüten erfreuen. Der Pfad führt parallel zum Bächlein aus dem Wald hinaus in die Weinberge, wo du dich nach dem kleinen Wäldchen nach rechts wendest und über den Rebsortenweg zurück zum Parkplatz gelangst. Du kannst auf dem letzten Abschnitt auch den unteren, direkt am Weinfeld entlang führenden, Parallelweg wählen, der keine Weinbeschreibung mehr hat, aber einen schönen Blick in die weite Ebene bietet.

Info

Tourismus Information

Weinstraße Süd 40
67487 Maikammer
Tel. 06321 952768
maikammer@maikammer-erlebnisland.de
www.maikammer.suedlicheweinstrasse.de 
 

Anfahrt

Parkplatz Kalmit-Klausental, 67487 Maikammer

Parken

Parkplatz Kalmit-Klausental, 67487 Maikammer

Wohnmobilstellplätze

Öffentliche Wohnmobil-Stellplätze:

An der Steinmühle 16, 67487 Maikammer

Totenkopfstraße 48, 67487 St. Martin

Dammstraße, 67434 Neustadt an der Weinstraße


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Höhenprofil im Vollbildmodus der Karte
Schwierigkeit LEICHT
Strecke 13.2km
Dauer ca. 4 Std.
Aufstieg 423 m
Abstieg 423 m


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