Konrads Überquerung: Über dem Müglitztal

Im Osterzgebirge, nahe der tschechischen Grenze, fließt die Müglitz in einem tief eingeschnittenen Tal, dessen Beschaffenheit den Bau einer Straße und einer Bahnlinie zuließ. Letztere ermöglicht eine umweltfreundliche Wanderung auf den angrenzenden Höhen mit mehreren Sehenswürdigkeiten. Es ist zunächst die großartige Aussicht vom Louisenturm auf dem Geisingberg (823 m). Dieser ist von artenreichen Wiesen umgeben, die einige botanische Raritäten enthalten. Unterhalb des Berges erinnert ein gewaltiger Einbruch an den einst für das Erzgebirge so bedeutenden Bergbau. Die Schlösser in Lauenstein und Bärenstein weisen auf die frühere Gesellschaftsordnung hin und die Kirchen in diesen Orten sind kunsthistorisch interessant. Eine Postdistanzsäule in Bärenstein erinnert an Zeiten, in denen die Entfernungen noch in Gehstunden angegeben worden sind. 

Text und Fotos von Dr. Konrad Lechner
Dr. Konrad Lechner ist passionierter Wanderführer im In- und Ausland und wurde 2008 zum Ehrenwanderführer des Deutschen Wanderverbandes ernannt. Die beliebte Serie "Konrads Überquerungen" erschien von 2002 bis 2012 im Wandermagazin. Wir holen die Touren über große und kleine Gebirgszüge nun aus dem Archiv und veröffentlichen sie hier in überarbeiteter Fassung.

Hier geht's zur dazugehörigen Reportage "Konrads Überquerungen– Über dem Müglitztal"

Schwierigkeit
MITTEL
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft

Höhenlage

811.37m
437.4m

Beste Jahreszeit

  • Jan
  • Feb
  • Mar
  • Apr
  • May
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Oct
  • Nov
  • Dec
Barrierefrei
Nein
Kinderwagentauglich
Nein

Ausgehend vom Bahnhof Altenberg im Erzgebirge gehen wir auf der „Dippoldswalder Straße“ mit der Markierung grüner Punkt zunächst in östlicher Richtung, dann links wenige Meter auf der „Hirschsprunger Straße“ und rechts ab auf der „Neustädter Straße“. Nach einer Abbiegung erreicht man die „Bärensteiner Straße“, geht hier rechts und am ehemaligen Bergbaugebiete vorbei. Anschließend geht es weiter auf dem „Weg zum Geisingberg“. An einer folgenden Wegkreuzung unterhalb des Geisingberges endet die Markierung grüner Punkt zunächst. Wir überqueren die Kreuzung geradeaus zu einer Weggabelung, wo wir links mit der Markierung blauer Balken den Geisingberg erreichen. Hier befindet sich eine Bergbaude und ein Aussichtsturm (ganzjährig ab 10 Uhr geöffnet, Mittwoch und Donnerstag Ruhetag außer in den Ferien und an Feiertagen). zunächst mit der gleichen Markierung bis zu einer Weggabelung. An dieser gehen wir links wieder mit der Markierung grüner Punkt (bleibt bis zu einer Weggabelung nach Lauenstein) durch die Bergwiesen und rechts über die Bahnlinie zu einer Wegekreuzung. An dieser Stelle könnte man die Wanderung abkürzen, indem man rechts direkt zu einem Haltepunkt der Müglitztalbahn geht. Ansonsten geradeaus weiter zu einer Weggabelung mit Aussicht. An dieser links bis zum Ort Bärenstein, wo wir die Kirchgasse queren und eine Postdistanzsäule erreichen. Das Schloss aus dem 16. Jahrhundert befindet sich am nordöstlichen Ende des Ortes. Die spätgotische Kirche mit barocker Ausstattung ist nahe der Distanzsäule zu finden. Rechts gehen wir in die Straße „Kalkberg“, biegen anschließend links ab und gelangen an eine Brücke, auf der man die Straße, die Bahnlinie und die Müglitz quert. Dann folgen wir dem Liebenauer Weg nach rechts und an der übernächsten Weggabelung links auf dem „Schlossberg“ weiter mit der Markierung grüner Punkt. An einer Weggabelung rechts auf dem „Querweg“ und über die „Hohe Straße“ an mehreren Aussichtspunkten vorbei. Wir erreichen Lauenstein auf der „Talstraße“ und queren zunächst die S 174, dann die Weiße Müglitz und gehen auf der sich anschließenden „Schloßstraße“ erst geradeaus, dann links. Von dieser kann man rechts über den Markt mit dem Falknerbrunnen gehen zum Reaissanceschloss mit einem Museum zur Natur und Geschichte des Osterzgebirges. Außerdem besitzt Lauenstein eine sehenswerte Stadtkirche. Danach gehen wir zurück zur Schloßstraße und auf dieser zunächst geradeaus weiter zu einer Kreuzung. Hier geht man wenige Meter nach rechts, dann links ab auf der Straße „Am Baderberg“ in südlicher Richtung aus dem Ort. An einer Weggabelung halten wir uns links und wandern nun mit der Markierung blauer Balken über eine Wegkreuzung am Flurgebiet Schafberg. Weiter auf dem „Altenberger Weg“ in südwestlicher Richtung Richtung Bahn. Vor der Bahn folgen wir weiter der Markierung schräger grüner Balken. Man gelangt auf der „Engen Gasse“ in den Ort Geising zum Ziel. Nach einer Kapelle biegt man rechts auf dem Leitenweg ab und erreicht die Hauptstraße. Nach deren Querung rechts auf den „Bahnhofplatz“ und zum Bahnhof Geising.

Überarbeitet im März 2020 durch Dr. Konrad Lechner und Michael Sänger.

Tipp des Autors

Vom Zielort, dem Bahnhof Geising kann man bequem mit der Müglitztalbahn zurück zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof Altenberg, fahren und so Wanderung zu einer Rundtour machen. 

Kartenmaterial

Osterzgebirge zwischen Dippoldiswalde und Teplice (Teplitz), Wander- und Radwanderkarte mit Reitwegen 1 : 33 000 (wetterfest – reißfest), ISBN 9 783868 430035, 6,50 €

Info

Bergbaumuseum Altenberg mit einem Stollen, welcher befahren werden kann, einer Zinnwaschanlage und einer Museumsfreifläche (täglich außer Freitag 10 bis 16 Uhr). Außerdem finden jeden Mittwoch in den Monaten Mai bis Oktober um 13:30 Uhr Pingenführungen mit Treffpunkt Tourist-Info Altenberg statt. 
www.bergbaumuseum-altenberg.de

Literatur

Rother Führer Erzgebirge ISBN 978 – 3 - 7633 - 4517-5, 14,90 €

Öffentliche Verkehrsmittel

Anreise: mit Bahn oder Bus Nr. 360 von Dresden Hbf. nach Altenberg (Erzgebirge)

Abreise: mit Bahn oder Bus Nr. 360 von Geising nach Dresden Hbf

Anfahrt

Anreise nach 01773 Altenberg im Erzgebirge über A4 bis Abf. 77b, A17 bis Abf. 3 DD Südvorstadt und B 170 bis Altenberg im Erzgebirge

Rückfahrt Geising nach Altenberg im Erzgebirge mit Bahn oder Bus

Parken

Bahnhof Altenberg im Erzgebirge


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Höhenprofil im Vollbildmodus der Karte
Schwierigkeit MITTEL
Strecke 15.21km
Dauer 5 Std.
Aufstieg 425 m
Abstieg 555 m


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