Teneriffa: Um die Roques de Anaga

Einmal um die Roques

Die Wanderung führt uns von Küste zu Küste, einmal hoch auf den Gebirgskamm und dann wieder runter an die Küste. Dabei umkreisen wir die Roque de Anaga, die vor uns wie stille Giganten im Meer liegen als wir unsere Wanderung in Benijo beginnen. Die raue und zerklüftete Küste an der Nordspitze der Insel ist spektakulär und wolkenverhangen noch eindrucksvoller als bei klarem Wetter. Am Ende der Wanderung werden vom Wassertaxi abgeholt und zum Strand bei Playa de las Teresitas gebracht. Als wir an der Küste von Benijo starten, wandern wir ein Stück auf der Autostraße mit dem schwarzen Vulkanstarnd zu unserer linken. Wir lassen das Meer hiner uns und es geht hoch hinaus. Der anstrengendste Teil unserer Wanderung steht bevor.

Steil bergauf

Während wir uns steil auf kleinen Stufen die Küste erklimmen, laufen wir an alten Steinmauern und kleinen Ortschaften mit wenigen Häusern vorbei. Die Häuser drängen sich an den steilen Hängen eng aneinander, als würden sie sich gegenseitig Schutz gewähren. Einige der Steinhäuser sind verlassen. Die Wege die wir laufen, nutzen die Menschen schon seit vielen hunderten Jahren, um ihre Waren auf die Märkte zu bringen. Hinter den Häusern liegen kleine Gärten, die die Mneschen mühsam dem Berg abgetrotzt haben. Wir kommen an einem großen Drachenbaum vorbei und Roberto erklärt uns, dass der Drachenbaum der heilige Baum der Teneriffen ist. Wir erklimmen den Gebirgshang mit dem Meer in unserem Rücken entlang der endlosen Trockensteinmauern. Kaum vorstellbar, dass die Menschen hier auf diesen kleinen Feldern Landwirtschaft betrieben haben und danach ihre Produkte über genau den Weg, den wir gerade laufen, den Berg hinauf getragen haben zum Markt.

Dschungel 

Die Vegetation wird immer dichter und grüber. Langsam kommen wir in einen dichten Wald, in dem verstreut gigantsiche Felsbrocken liegen. Der Boden ist von Laub dicht bedeckt. Überall um uns herum ist es grün und es blüht. Gesprenkelt wird das Grün immer wieder von den einzelnen Blüten. Bärte von alten Männer hängen in den Bäumen, denn so nennen die Teneriffen die Flechten, die sich wie Schleier auf die verwachsenen Äste legen.

Ziegen im Canyon

Der Weg findet sich durch den dschungelartigen Wald und wir steigen allmählich hinab. Auf einmal lichtet sich der grüne Vorhang und wir durchschreiten dichten Schilf- und Bambus. Die Zivilisation hat uns allmählich zurück und wir erreichen den kleinen Ort Chamorga. Es geht vorbei ein kleinen Feldern mit Kartoffeln, Mais und Melonen. Nach einer kleinen Rast geht es weiter, hinunter zur Küste. Der Weg führt einen Canyon entlang und vor uns eröffnet sich allmählich der Blick auf das Meer. Die felsigen Wände ragen teils steil empor und unter den Vorsprüngen verbergen sich Höhlen, die teils auch bewohnt sind. Plötzlich schallt das klägliche Meckern einzelner Ziegen durch den Canyon. Unsere Blicke suchen die Felswände ab und dann entdecken wir eine kleine schwarze Ziege auf einem Felsvorsprung. Die einstigen Hausziegen haben sich mittlerweile ausgewildert und fühlen sich in dem bergigen Gelände mit den vielen Höhlen sichtbar wohl. Bei starken Regenfällen warnen uns Hinweisschilder, soll man diesen Weg meiden. Das Wasser hat seine Spuren in der Schlucht mit seinen beigeroten Sandsteinwänden hinterlassen. Wir erreichen eine kleine Kapelle mit einem paradiesischen Blick über die Küste und den Atlantik. Rechts von uns ragt ein Leuchtturm auf der Klippe auf. Roberto berichtet uns, dass dieser mittlerweile leer steht, aber die Wege hier einst angelegt wurden, um den Leuchtturm zu bauen.

Wildes Wassertaxi

Der Weg führt noch einige Meter zum Meer hinunter und wir erreichen eine kleine Bucht mit schwarzem Sandstrand. Hier warten auch schon unsere beiden Wassertaxen auf uns. Eine wilde Fahrt über das sich aufbäumende Meer beginnt. Wir kommen aus dem Lachen kaum noch raus und auch unsere Bootsfahrer scheint großen Spaß zu haben auf seinem Weg zum Playa de las Teresitas. Die Wellen schieben das Boot immer wieder steil nach oben und sacken dann bei der Fahrt plötzlich nach unten ab. Fühlt sich fast wie Achterbahn an. An der Küste sieht man, wie das wogende Meer krachend gegen die steilen Felsen spritzt. Sich hier an Land zu retten dürfte schwierig sein. Dieser künstlich angelegte Sandstrand ist eine Traumkulisse und wird vor allem von Einheimischen aufgesucht. Durch eine Mole geschützt sind die Wellen nur noch sanft.

Schwierigkeit
MITTEL bis SCHWER
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft

Höhenlage

680.3mm
18mm

Beste Jahreszeit

  • Jan
  • Feb
  • Mar
  • Apr
  • May
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Oct
  • Nov
  • Dec
Einkehr

In dem Örtchen Camorga kommt man an einem kleinen Dorfcafé, der Casa Alvaro, vorbei.

Sicherheitshinweise

Die Schlucht beim Abstieg darf nicht bei Regenfall begangen werden. Auch der Aufstieg ist bei starkem Regenfall aufgrund der engen und schmalen Stufen nicht geeignet.

Barrierefrei
Nein
Kinderwagentauglich
Nein

Die Tour startet an der Küstenstraße in Benijo. Von hier läuft man ein Stück an der Küste entlang auf der Autostraße bis der Weg einen kleinen Küstenweg den Berg hinauf Richtung Chamorga führt. Von hier aus den Schildern und der weiß-gelben Markierung Richtung Chamorga führen. Es geht auf einem steilen schmalen Wegen an kleinen Weilern den Berg immer weiter hinauf. Dabei immer den gelben-weißen Wegemarkierungen folgen.

Mit der Zeit wird die Vegetation immer dichter bis man einen Wald erreicht. Wenn man den höchsten Punkt des Bergkamms erreicht hat, führt der Weg durch den Wald den Berg hinab bis in das Dörfchen Chamorga. Der Wald lichtet sich und es geht durch Schilf und Bambus und schließlich vorbei an kleinen Feldern. In dem kleinen Dörfchen Chamorga kann man in einem kleinen Dorfcafé eine Rast einlegen. Von hier geht es weiter die Schlucht hinunter Richtung Küste. Die Schlucht darf nicht bei stärkeren Regenfällen begangen werden.

Der Weg schlängelt sich an den Felsen mit seinen Einbuchtungen und Höhlen nach unten Richtung Küste. Es geht vorbei an einer kleinen Kapelle und zur rechten erhebt sich ein Leuchtturm. Zu diesem Zeitpunkt hat man auch wieder die Roques de Anaga im Blick – diesmal von der anderen Seite. Der Weg führt nach unten bis ans Meer zu einer kleinen Bucht mir schwarzem Strand. Von hier aus, kann man mit einem Wassertaxi zur Playa las Teresitas gebracht werden, allerdings muss das Taxi vorab hierin bestellt werden.

Info

Wer von der der kleinen Strandbucht Playa Roque Bermejo am Ende der Wanderung kann man sich vorab ein Wassertaxi hinbestellen. Ansonsten muss man den Weg wieder nach Chamorga zurück laufen. Weitere Informationen dazu z. B. bei ihoppers.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Ab Playa las Teresitas fahren öffentliche Busse, allerdings sollte man sich vorab informieren wann diese fahren. Der TITSA-Busservice mit der Linie 910 (Umsteigehaltestelle - San Andrés- Playa de Las Teresitas) fährt alle 10-15 Minuten von der Umsteigehaltestelle (Busbahnhof) von Santa Cruz und liegt an der La Avenida Tres de Mayo. Weitere verfügbare Haltestellen im Stadtzentrum von Santa Cruz sind: Hacienda, La Farola del Mar, Hafengebäude (Estación Marítima), Edificios Multiples und Avenida de Anaga. Der Fahrpreis pro Strecke, der im Bus zu entrichten ist, beträgt 1,25 €. Wenn Sie diese Leistung regelmäßig nutzen, können Sie in Tabakgeschäften, Zeitungskiosken oder Busbahnhöfen Mehrfahrtkarten zum Preis von 7,50 €, 15 € oder 25 € erwerben, so dass eine Strecke 0,75 € kostet. Für die Rückfahrt mit dem Bus können Sie an der Haltestelle am Strand oder an der Haltestelle in der Ortschaft San Andrés einsteigen und von dort aus nach Santa Cruz zurückfahren.

Mehr Infos über andere Buslinien und Fahrpläne. www.titsa.com

Anfahrt:

Von Santa Cruz fährt der Bus 946 ca. 1 Stunde bis nach Benijo. Von hier muss man noch einige Meter auf der wenig befahrenen Küstenstraße bis zum laufen bis man beim Restaurant El Fronton den Aufstieg beginnt. Infos unter www.titsa.com

Parken:

Es gibt in 


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Höhenprofil im Vollbildmodus der Karte
Schwierigkeit MITTEL bis SCHWER
Strecke 8.35km
Dauer 4 Std.
Aufstieg 701 m
Abstieg 693 m


GPS-Daten herunterladen:
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