Der Weserbergland-Weg
Wandern, durchatmen und wohlfühlen: Der Weserbergland-Weg erstreckt sich über 225 Kilometer von der Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden bis nach Porta Westfalica. Verteilt auf 13 weitgehend steigungsarme Etappen bietet die Mehrtagestour eine perfekte Auszeit vom Alltag und entschleunigende Wege durch eine der abwechslungsreichsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands.
Auch Kulturbegeisterte kommen auf ihre Kosten: Historische Schlösser, spannende Museen und farbenfrohe Fachwerkstädte säumen den Weg. Nicht umsonst zählt er zu den Top Trails of Germany und wurde 2012 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert.

Flache Wege und Natur pur

Dank geringer Steigungen erfordert die Route weder Trittsicherheit noch Schwindelfreiheit. So lässt es sich ganz entspannt wandern, immer der blauen Markierung „XW“ nach. Damit eignet sich der Weg ideal für Tagestouren oder für Einsteiger:innen, die erste Erfahrungen mit einer Mehrtagestour sammeln möchten. Auch die Etappeneinteilung bleibt flexibel, die 13 Abschnitte lassen sich individuell anpassen.

Der Weserbergland-Weg führt durch ruhige Naturparke wie den Reinhardswald mit jahrhundertealten Hute-Eichen, dichten Buchenwäldern und bewachsenen Kalkmagerrasen. Ein echtes Highlight erwartet Wandernde im Naturpark Solling-Vogler und am Hochmoor Mecklenbruch: Hier streifen das Heckrind, Nachfahre des Auerochsen, und Exmoor-Ponys durch die Wälder. Die Tiere erfreuen nicht nur Besucher:innen, sondern schützen durch ihr natürliches Weideverhalten auch das Ökosystem der Region.
Zwischen Panorama-Klippen und Unterwelt
Entlang der Strecke sorgen spektakuläre Ausblicke für echtes Kopfkino: Vom Weser-Skywalk eröffnet sich in 100 Metern Höhe ein grandioses Panorama über das Wesertal. Weiter nördlich, im Naturpark Weserbergland, bietet die Teufelskanzel an den gewaltigen Hohenstein-Klippen im Süntel eine einmalige Aussicht. Doch nicht nur über, auch unter Tage hält die Region spannende Entdeckungen bereit: In Hessisch Oldendorf geht es im natour.NAH.zentrum Schillat-Höhle mit einem gläsernen Aufzug hinab in imposante Erdgeschichte, während das Besucherbergwerk Kleinenbremen in der historischen Eisenerzgrube „Wohlverwahrt“ Einblicke in die Bergbaugeschichte gewährt.

Bereichernde Zwischenstopps bieten zudem die Museen entlang der Route: Das Münchhausen-Museum in Bodenwerder widmet sich dem Leben des berühmten „Lügenbarons“, während im Museum Hameln die weltbekannte Rattenfängersage lebendig wird. Einblicke in vergangene Arbeitswelten gewährt das Museum für Landtechnik und Landarbeit im Museumsdorf Börry. Architektonische Wahrzeichen wie das imposante Weserrenaissanceschloss Hämelschenburg runden die kulturelle Vielfalt ab. Einen perfekten Abschluss bildet das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das hoch über der Weser in Porta Westfalica thront.
Wanderfreundliche Gastgeber
Entlang der Route finden sich zahlreiche Gastgeber, die speziell auf Wandernde eingestellt sind: Sie bieten Trockenräume, Lunchpakete sowie eine Lage in maximal zwei Kilometer Entfernung zum Wanderweg oder einen kostenlosen Shuttleservice. Dazu gehören auch außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten wie etwa ein Baumhäuser im Solling.
Das Weserbergland lässt sich auch hervorragend mit dem Zelt erkunden – inspirierende Einblicke zeigt zum Beispiel der Tourenbericht von Fräulein Draußen.
Die Anreise zum Weserbergland-Weg gelingt auch bequem mit der Bahn. In vielen Einstiegsorten wie Hann. Münden, Porta Westfalica, Holzminden oder Hessisch Oldendorf befinden sich Bahnhöfe und zu kleineren Ortschaften stehen meist Regionalbusse zur Verfügung.
Info: www.weserbergland-tourismus.de

Titelbild: Der Hohenstein © globusliebe.com