Tourentipp: Drachenschlucht bei Eisenach

Veröffentlicht von Svenja Walter am

Südlich von Eisenach verbindet diese abwechslungsreiche Rundwanderung zwei eindrucksvolle Schluchten des Thüringer Waldes: Die Landgrafenschlucht und die Drachenschlucht im Mariental.

Tourentipp von Dennis Gutenmorgen

Dennis Gutenmorgen

Vom Parkplatz Hohe Sonne führt die Route zunächst über ruhige Waldwege zur ursprünglichen Landgrafenschlucht und dann weiter hinab ins Mariental, wo zum krönenden Abschluss die Drachenschlucht wartet: Moosbewachsene Felswände rücken bis auf Schulterbreite zusammen, während unter den Gitterrosten ein Bach rauscht. Besonders im Juni bilden sattgrüner Wald, feuchte Felsen und angenehm kühle Schluchten einen reizvollen Kontrast zu den sonnigen Höhenwegen.

Länge: 8,8 km
Höhenmeter: auf/ab je ca. 200 hm
Dauer: ca. 3 Std
Start/Ziel: Hohe Sonne
ÖPNV:
Buslinie 190 bis zur Haltestelle „Hohe Sonne“
Parkplatz:
Hohe Sonne direkt an der B19
Beste Jahreszeit:
Frühling bis Herbst
Schwierigkeit:
mittelschwer

Wegbeschreibung

Die Tour beginnt am Parkplatz Hohe Sonne südlich von Eisenach. Von dort folgt man zunächst den ausgeschilderten Wald- und Höhenwegen über die Weinstraße in Richtung Landgrafenschlucht. Der erste Abschnitt verläuft durch den ruhigen Mischwald und bietet einen angenehmen Einstieg in die Rundwanderung.

Eine Person im Wald vor einem dicht bewachsenen Hang
Natur pur in der Landgrafenschlucht

Verwunschene Landgrafenschlucht

Anschließend führt der Weg in die Landgrafenschlucht hinab. Sie ist weiter und weniger zerklüftet als die benachbarte Drachenschlucht, besitzt aber ihren eigenen ursprünglichen Charakter. Schmale Waldpfade, kleine Holzbrücken, Bohlenwege, Stufen und Handläufe begleiten den Bach durch den stillen Talgrund. Im Juni sorgen dichtes Grün, Moose und Farne für eine besonders verwunschene Atmosphäre.

Am unteren Ende der Landgrafenschlucht erreicht man das Mariental. Nach einem kurzen Verbindungsstück orientiert man sich an der Beschilderung zur Drachenschlucht. Hinter dem hölzernen Drachenportal folgt man dem Bach zunächst durch den noch breiteren Teil der Schlucht. Mit jedem Schritt rücken die Felswände näher zusammen, und der Weg führt zunehmend über Holzstege, Treppen und Gitterroste bergauf.

Senkrechte Felswände bilden eine schmale Gasse
Nur eine schmale Gasse in der Drachenschlucht

Enge Drachenschlucht

Zum Höhepunkt der Tour geht es durch das eindrucksvolle Kernstück der Drachenschlucht. Die Felsen stehen stellenweise nur rund 68 Zentimeter auseinander. Unmittelbar unter den Gitterrosten rauscht das Wasser, während Tropfen an den moosbewachsenen Wänden glitzern. Nach der etwa 200 Meter langen Engstelle öffnet sich die Schlucht wieder. Danach steigt der Weg weiter durch den Wald an und führt schließlich zurück zum Parkplatz Hohe Sonne, wo die Rundwanderung endet.

Touringen-Stempelstellen

Auf dieser Wanderung liegen gleich zwei Stempelstellen von „Touringen“. In der Landgrafenschlucht befindet sich die Stempelstelle 7 „Landgrafenschlucht“. Zum Abschluss der Tour wartet in der Drachenschlucht die Stempelstelle 8 „Drachenschlucht“. Daher an alle Stempelfreunde: das Stempelheft nicht vergessen!


Tipp des Autors: Im Juni zeigt sich die Tour besonders grün und lebendig, also mehr Zeit fürs Fotografieren einplanen. Die Laufrichtung mit der Landgrafenschlucht zuerst empfiehlt sich besonders, weil mit den engen Felswänden und dem rauschenden Bach der Drachenschlucht das eindrucksvollste Naturerlebnis zum Abschluss wartet.

Einkehrmöglichkeiten: Am Ausgangspunkt bzw. Ziel der Tour Waldhotel & Restaurant Hohe Sonne

Sicherheitshinweis: Gitterroste, Stege, Felsen und Stufen können feucht und rutschig sein. In den Engstellen auf Gegenverkehr achten. Bei Sturm, Starkregen oder Vereisung sind kurzfristige Sperrungen möglich. Beim notwendigen Queren der B19 besondere Vorsicht walten lassen

Ausrüstung: Feste, möglichst wasserdichte Wanderschuhe, leichte Jacke oder Pullover, Getränke und Verpflegung. Auch im Sommer bleibt es in den Schluchten kühl und häufig feucht.

Infos: Touristinformation Eisennach

Alle Fotos: © Dennis Gutenmorgen