Zeit des Wandels im Harz
Der Harz ist Norddeutschlands höchstes Gebirge und seit jeher sagenumwobener Anziehungspunkt. Seine mystischen Wälder, Talsperren und malerischen Flusstäler, seine Mehrtagestouren oder das berühmte Gipfelplateau des Brockens gehören zu den Höhepunkten im und um den Nationalpark Harz herum.
Seit einigen Jahren befinden sich viele Wälder des Harzes im Wandel, das Fichtensterben ist in vollem Gange. Doch was heute trist und traurig aussieht, birgt einzigartige Chancen für die Natur. Wandernde indes genießen die Gastfreundschaft von speziell auf sie eingestellten Übernachtungsbetrieben, die sich den Herausforderungen der Zeit anpassen.
Die Touren sind im Rahmen der Serie “Deutschland zu Fuß entdecken” erschienen. Die gesamte Reportage erschien in der Frühlingsausgabe des Wandermagazins Nr. 226.
Tourentipp 1: Von Ilsenburg auf den Brocken
Das wildromantische Ilsetal, die schroffe Zeterklippe und der Brocken, König der Mittelgebirge, warten auf der durchaus fordernden Tagestour auf Entdeckung, die vielerorts beeindruckende Einblicke in den Waldwandel im Harz eröffnet.
Tourentipp 2: Durchs Eckerloch zum Brocken
Kaum eine Route auf den Brocken ist derart vom Artensterben der Fichte geprägt wie der Aufstieg durch das Eckerloch. Dieser kurze, aber steile und ein wenig Trittsicherheit erfordernde Anstieg sensibilisiert in besonderem Maße für die Auswirkungen des Klimawandels.
Tourentipp 3: Rund um die Granetalsperre
Der Weg rund um die blau glitzernde Granetalsperre, die stellenweise an Kanada erinnert, wird durch den Blick auf Goslar sowie den Aufstieg zum Aussichtsturm auf dem Steinberg perfekt ergänzt. Vom Waldwandel ist hier keine Spur. Die Steinberg-Alm gilt darüber hinaus als eine der schönsten Einkehrhütten im Harz.
Planen/ Infos
Jahreszeit: Der Harz verzaubert zu jeder Jahreszeit, ob mit Frühlingsgefühlen im Aufbruch, im von der Sonne verwöhnten Sommer, in knalligen Herbstfarben geschmückt oder im weihnachtlichen Winter.
Wandertipps: Der Harz ist wie kaum eine andere Region mit Wanderwegen jeglicher Art durchzogen. Gut markiert, verlässlich beschildert bleibt nur die Qual der Wahl.
Titelbild: Der Brutfelsen leuchtet in Herbsttönen © Jarle Sänger