Sagenhaftes Felsenreich im Oberlausitzer Bergland

Veröffentlicht von Ricarda Große am

3 Tourentipps zum Nachwandern

Weiter östlich als ins Oberlausitzer Bergland geht es in Deutschland nicht mehr. Das südlich von Bautzen und Görlitz gelegene Grenzgebirge, welches im westlichen Verlauf nahtlos in die Sächsische Schweiz sowie später ins Erzgebirge übergeht, ist tatsächlich der letzte deutsche Zipfel im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien. Hier liegt es, das kleinste Gebirge Deutschlands: das Zittauer Gebirge.

Die Touren sind im Rahmen der Serie “Deutschland zu Fuß entdecken” erschienen. Diese Reportage erschien in der Winterausgabe des Wandermagazins Nr. 225.

Tourentipp 1: Rund um Oybin

Keine Frage, die Burg- und Klosterruine Oybin ist der beeindruckende Auftakt dieser Tour. Nach einem Abstecher in die alten Gemäuer mit bester Aussicht übernimmt der verwunschene Wald mit all seinen Felstürmen die Regie. Oftmals über schmale Pfade geht es durch romantische Wälder auf den Hochwald, wo sich ein Panoramablick gen Tschechien auftut. Durch die Große Felsengasse mit Aussichtsbalkonen zur Töpferbaude, die in der Hauptsaison mit einer Einkehr lockt, ehe es zurück nach Oybin geht.

Tourentipp 2: Jonsdorfer Felsenstadt

Es wartet eine grandiose Landschaft rund um Jonsdorf. Aberwitzige Felsformationen, Aussichtskanzeln, Spuren einstiger Steinbrüche und malerische Wege warten in der Jonsdorfer Felsenstadt auf ihre Entdeckung. Einzigartig! Im weiteren Verlauf geht es zum markanten Rabenstein und letztlich zum Nonnenfelsen, einer ikonischen Felsformation mit gemütlicher Baude. Hier lässt sich der Wandertag bei einer Einkehr zünftig abrunden, ehe es an den kurzen, aber knackigen Abstieg zurück nach Jonsdorf geht.

Tourentipp 3: Auf die Lausche

Grüne Wiesen mit Sicht auf die Lausche machen den Auftakt in Waltersdorf, das bekannt ist für seine vielen Umgebindehäuser. Schnell geht es in wunderschönen Wald, wo naturnahe Waldwege stetig und überaus abwechslungsreich nach oben führen. Der Gipfelaufbau gestaltet sich alpin, dann ist der höchste Berg der Oberlausitz über einen abenteuerlichen Pfad erreicht. Sattgesehen vom großen Aussichtsturm auf dem Gipfel geht es vorbei an der Hubertusbaude zurück nach Waltersdorf.

Planen/ Infos

www.zittauer-gebirge.com

Jahreszeit: Auch wenn der Winter im Zittauer Gebirge etwas besonders Mystisches hat, würde ich gerne im Frühling oder Sommer wiederkommen, wenn die Wälder grün und dicht sind und die Ausblicke von den rausragenden Felslandschaften noch kontrastreicher wirken.

Wandertipps: Die Wanderinfrastruktur der Region ist hervorragend, es gibt überall gut markierte und vielfältige Routen für jeden Geschmack. Durch die Kombination verschiedener Rundwege erhält man optional noch ausgedehnte, individuelle Tagestouren, die man jedoch vorab planen sollte. Komoot oder Outdooractive eignen sich dafür am besten.

Titelbild: Der Felsbrocken Oybin © Jarle Sänger