Naturpark Altmühltal – Zwischen Weite und Wacholder

Veröffentlicht von Svenja Walter am

Sonnige Wacholderheiden, auf denen Schafe weiden, Streuobstwiesen und glitzernde Fischteiche im Tal, wogende Kornfelder und Hopfengärten auf den Jurahöhen – die Landschaft im Naturpark Altmühltal ist ein Augenschmaus – und steckt voller Genussversprechen.

Wandertouren durch den Naturpark Altmühltal wecken Appetit: Die Brotzeitplatte im Biergarten am Altmühlufer, der hausgemachte Kuchen nach Omas Rezept im kleinen Altstadtcafé oder die überraschende Geschmackskomposition im stilvollen Ambiente des Fine-Dining-Restaurants: Viele Spezialitäten, die im Naturpark Altmühltal serviert werden, haben frische, heimische und saisonale Zutaten als Grundlage. Wer die Augen offen hält, kann den Weg der Leckerbissen von Feld und Weide bis in die Küche mitverfolgen.

Fränkisch, schwäbisch und altbayerisch – kulinarischer Mix auf dem Altmühltal-Panoramaweg

Die kulinarische Bandbreite ist hier in Bayerns Mitte besonders groß. Im Westen der Region stehen Käsespätzle hoch im Kurs, von Weißenburg bis Solnhofen werden gern „Schäufele“ und grobe Bratwürste serviert, weiter östlich dagegen Schweinshaxen und Weißwürste: Im Naturpark Altmühltal treffen fränkische, schwäbische und altbayerische Küchentraditionen aufeinander.

Mit dem Altmühltal-Panoramaweg, der auf 200 Kilometern vom fränkischen Gunzenhausen über Treuchtlingen, Eichstätt und Beilngries ins niederbayerischer Kelheim führt, lässt sich dieser kulinarische Schmelztiegel genussvoll erwandern. Dabei betört der Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, der zu den Top Trails of Germany gehört, alle Sinne: Immer wieder schweift der Blick über südländisch anmutende Wacholderheiden, zerklüftete Felstürme und das glitzernde Band der Altmühl hin zu Burgen auf den Anhöhen oder den Mauern und Türmen historischer Städtchen.
Dank der guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich die Strecke zum großen Teil auch auf Tagestouren erkunden. Oder man entscheidet sich für eine der folgenden drei Rundtouren, die sich dem Genuss verschrieben haben.

Drei Rundwanderwege zum Genießen

1) Sulztal-Wanderweg

Wanderpause am Ludwigskanal © Touristinformation Beilngries, Dietmar Denger

Länge: 25 km, 6 Std.
Höhenmeter: auf/ab je 577 m
Schwierigkeit: mittel
Start/Ziel:
Sulzpark Beilngries
Parken: Mittelmühle, Mittelmühlweg, 92339 Beilngries

Vom Sulzpark in Beilngries führt der Weg über die Kalksteinterrassen der „Marienklause“ bis zur Benediktinerabtei Plankstetten mit Möglichkeit zu einer ausgiebigen Rast in der Klosterschänke. Über Berching mit seiner mittelalterlichen Altstadt geht es oberhalb des Main-Donau-Kanals zurück nach Beilngries,
wo die vielfältige Gastronomie auf einen gemütlichen Ausklang einlädt.

Tipp: Ein Besuch der Benediktinerabtei Plankstetten, das historische Berching und die Altstadt von Beilngries

2) Wirtshaus Tour

Fränkische Spezialität: Schäufele mit Knödel © Dietmar Denger 

Länge: 15 km, 3 Std.
Höhenmeter: auf/ab 270 m
Schwierigkeit: schwer
Start/Ziel & Parken: Wettelsheimer Keller, Treuchtlinger Str. 26, 91757 Treuchtlingen
ÖPNV: 30 Min Fußweg zum Bahnhof

Die Wirtshaus-Tour führt durch idyllische Täler, vorbei am Biberbiotop und entlang historischer Wege bis zum Karlsgraben. Unterwegs laden urige Biergärten und traditionelle Gasthäuser zu regionalen Schmankerln ein. Start ist der über die Region hinaus bekannte Wettelsheimer Keller mit herrlichem Blick ins Altmühltal – perfekt für alle, die Wandern und Genießen verbinden möchten.

Tipp: Vorab aktuelle Öffnungszeiten der Gasthäuser prüfen: www.tourismus-treuchtlingen.de/gastronomie/

3) Eichstätter Panoramaweg

Einer von vielen Weitblicken im Altmühltal
Einer von vielen Weitblicken im Altmühltal © Dietmar Denger

Länge: 12 km, 3 Std
Höhenmeter: auf/ab 270 m
Schwierigkeit: mittel
Start/Ziel & ÖPNV: Bahnhof Eichstätt Stadt
Parken: Parkplatz Altstadt, Freiwasserstraße, 85072 Eichstätt

Traumblicke, südliches Flair, ruhiger Wald, fesselnde Geschichte und Gelegenheiten zum Einkehren: Der Eichstätter Panoramaweg vereint alles, was Wandern im Naturpark Altmühltal so schön macht. Schmale Pfade entlang der Hänge, schattige Waldpassagen und typischer Magerrasen wechseln sich ab. Sehenswürdigkeiten wie der Dom, die Willibaldsburg, die Frauenbergkapelle sowie der KultURwald liegen wie Perlen an der Strecke.

Tipp: Einkehrmöglichkeit im Wellness-Hotel Schönblick, in der Burggaststätte „Das Willibald“ oder in der Innenstadt

Info: www.naturpark-altmuehltal.de

Titelbild: © Naturpark Altmühltal, Dietmar Denger