Tourentipp: Der Eichtalweg mit Vogellehrpfad
Diese flache Rundtour ist ideal für eine kurze, erholsame Auszeit in die Idylle des Eichtals. Entlang der flachen Strecke wechseln sich idyllische Wiesen und abwechslungsreiche Wälder mit Erlen, Pappeln, Birken, Wildäpfeln sowie Wildkirschen ab. Die Highlights der Wanderung sind der sanft plätschernde Spiegelbach und der Vogellehrpfad, der Wissen über heimische Singvögel vermittelt, das man direkt anwenden kann, denn der Eichtalweg ist ein Paradies für Vögel.

Tourendaten
Start/Ziel: 76771 Hördt
Länge: 9,1 km (inklusive Vogellehrpfad von ca. 2 km)
Dauer: 2 Std.
Höhenmeter: auf/ab ca. 13 hm
Im Wald die Vogelwelt entdecken
Der Einstieg in den Eichtalweg ist flexibel. Ich starte an der Ortsgrenze von Hördt am Schanzengraben, wo man auch gut parken kann. Nach einem kurzen Asphaltstück biege ich links ab und entdecke direkt die erste Wegmarkierung: ein weißes Rechteck mit blauer Schrift, das den Umriss der Route zeigt. Die ersten Schritte führen noch über offene Felder, doch schon bald tauche ich in den rund 86 Hektar großen Rheinauenwald des Eichtals ein. Auf breiten Waldwegen, auf denen die Sonne durch das Blätterdach tanzt und Muster zeichnet, wandere ich gemütlich dahin. Ich genieße die wohltuende Ruhe, die nur vom Zwitschern der Vögel begleitet wird.


Eine holzgeschnitzte Wegmarkierung zeigt mir, dass hier der Vogellehrpfad beginnt. Der Wald- und Vogellehrpfad lässt sich flexibel als erweiternde Runde einplanen und verlängert die Route um rund zwei Kilometer. Der Kanarien- und Vogelschutzverein Hördt hat es sich zur Aufgabe gemacht, hier über geschützte Arten aufzuklären.
Am Wegesrand verstecken sich immer wieder kleine Hinweisschilder im Gebüsch, die der Wanderung eine informative Note geben. So erfahre ich unter anderem von der „Vogeluhr“, wann welcher Vogel aufwacht und wo Schwarzstorch, Mauersegler oder Blaumeise am liebsten nisten. Während ich den dicht bewachsenen Wald genieße, halte ich Ausschau nach den gefiederten Waldbewohnern – und werde nicht enttäuscht. Schließlich lädt ein idyllischer Rastplatz an der Vogelschutzhütte mit Bänken und weiteren Infotafeln zu einer Pause ein.

Entlang des Spiegelbachs
Zurück auf dem Eichtalweg wird der breite Waldweg zu einem schmalen Pfad. Ein Baum neigt sich über den Weg und wirkt wie das Tor zu einem neuen Abschnitt. Ich folge dem Pfad noch eine Weile, bis sich der Wald plötzlich lichtet und den Blick auf weite Wiesen freigibt. Nun wandere ich am kleinen Spiegelbach entlang, der sich links von mir durch die Landschaft schlängelt, während sich rechts weite gründe Wiesen erstrecken. Das leise Plätschern des Bachs strahlt Ruhe aus und eine erfrischende Brise streicht durch das Gras. Ich bin immer noch ganz alleine auf dem Wanderweg und genieße diese friedliche Stille. An einer breiteren Stelle des Bachs mache ich kurz Halt, um blauen Libellen zuzusehen, die über der Wasseroberfläche tanzen.


Nach einem kurzen Stück an der Straße gelange ich wieder auf eine Wiese, die übersähtt mit Pollen ist und ein bisschen wie im einem Märchen aussieht. Nun geht es wieder in den Wald, ich entdecke Schilf am Wegesrand, der zwischen den Bäumen wächst und dem Wald einen verwunschenen Anblick gibt. An einer mit grünem Moos überzogene Wasserstelle halte ich kurz und blicke auf das Wasser. Auf meinem Weg zurück zu Ausgangspunkt genieße ich noch einmal die Stille des Waldes. Durch die Blätter fällt die Abendsonne und am Weg und ich entdecke einen Schmetterling auf einem Blatt sitzen. Ein bisschen widerwillig verlasse ich die Ruhe des Waldes und komme zurück in die Zivilisation zu meinem Auto.

Info: www.suedpfalztourismus-ruelzheim.de
Alle Fotos: © Marieke Wist